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148 Millionen Dollar Schadenersatz

Trumps Ex-Anwalt Rudy Giuliani meldet Insolvenz an

  • Aktualisiert: 22.12.2023
  • 13:47 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Rudy Giuliani, ehemaliger Bürgermeister von New York, wurde auf 148 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagt.
Rudy Giuliani, ehemaliger Bürgermeister von New York, wurde auf 148 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagt.© Jose Luis Magana/AP/dpa

Wegen Verleumdung muss der frühere Anwalt von Donald Trump Schadenersatz in Millionenhöhe zahlen - zu viel für den ehemaligen New Yorker Bürgermeister. Rudy Giuliani meldete sich insolvent.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Trump-Vertraute Rudy Giuliani war kürzlich wegen Verleumdung zweier Wahlhelferinnen verurteilt worden.

  • Er muss knapp 150 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen.

  • Nun erklärt er Zahlungsunfähigkeit.

Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani wurde wegen Verleumdung zweier ehemaliger Wahlhelferinnen verurteilt. Der Politiker und Trump-Vertraute muss knapp 150 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen. Jetzt hat der 79-Jährige Insolvenz angemeldet. Das geht aus einem am Donnerstag (21. Dezember) veröffentlichten Gerichtsdokument laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor.

In der vergangenen Woche war der Verbündete von Ex-Präsident Donald Trump zur der Schadenersatz-Zahlung verurteilt worden, weil er nach der Präsidentenwahl 2020 fälschlicherweise behauptet hatte, dass Helfer:innen Wahlzettel für Trump weggeworfen und gefälschte Zettel für den Demokraten Joe Biden gezählt hätten.

Im Video: Wegen Verleumdung - Hohe Strafe für Ex-Trump-Anwalt Giuliani

Der Politiker hat Gläubigerschutz beantragt

Giuliani hat Gläubigerschutz beantragt, wie aus den von ihm eingereichten Unterlagen ersichtlich ist. Diese Dokumente listen Verbindlichkeiten von bis zu 500 Millionen Dollar (455 Millionen Euro) und Vermögenswerte im Bereich von 1 bis zu 10 Millionen Dollar auf. Unter seinen größten Schulden nennt Giuliani die Summe von rund 148 Millionen Dollar, die er gemäß einem Urteil einer Bundesgerichts-Jury in Washington zu zahlen verpflichtet ist.

Im Video: Wie sich eine Staatsanwältin gegen Trump und dessen Komplizen stellt

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Wahlhelferinnen wurden mit dem Tode bedroht

Im Bundesstaat Georgia hatten die beiden Wahlhelferinnen Ruby Freeman und Shaye Moss, die Mutter und Tochter sind, geklagt. Diese Frauen erlangten im vergangenen Jahr nationale Bekanntheit, nachdem sie vor dem Untersuchungsausschuss zur Attacke auf das Kapitol im Kongress ausgesagt hatten. 

Moss berichtete von Bedrohungen und Todeswünschen: Die Schwarzen Frauen beschuldigten Giuliani, durch seine Behauptungen ihren Ruf ruiniert und zahlreiche rassistische Drohungen ausgelöst zu haben. Eine Jury in Washington gab den beiden Frauen recht.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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