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Sensationsfund

"Schrecken der Meere": Millionen Jahre alte, riesige Raubwürmer entdeckt

  • Aktualisiert: 08.01.2024
  • 09:38 Uhr
  • Stefan Kendzia
Grönland hat nicht nur einzigartige Natur zu bieten: Jetzt wurde ein Millionen Jahre alter, fossiler Wurm entdeckt.
Grönland hat nicht nur einzigartige Natur zu bieten: Jetzt wurde ein Millionen Jahre alter, fossiler Wurm entdeckt.© REUTERS

Grönland ist ein sagenumwobenes Land. In seiner einzigartigen Natur haben Wissenschaftler:innen jetzt ein besonderes Fossil entdeckt: Einen mehr als 500 Millionen Jahre alten Riesen-Wurm.

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Grönlands Erde hat Wissenschaftler:innen einen ganz besonderen Schatz geschenkt: 518 Millionen Jahre alte "Terrorbestien". Die riesigen fossilen Würmer gehörten laut "Independent" zu den ersten fleischfressenden Tieren, die unsere Erde bewohnt haben sollen.

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Die ersten fleischfressenden Kreaturen der Welt

Vor über 500 Millionen Jahren sollen auf der Erde - zumindest auf dem Gebiet des heutigen Grönlands - riesige Würmer gelebt haben. Wie Wissenschaftler:innen der Universität Bristol mitteilen, sollen es sogar die ersten fleischfressenden Kreaturen auf dem Blauen Planeten gewesen sein.

Die rund 30 Zentimeter langen Würmer sollen sich laut einer Veröffentlichung auf "Science Advances" durch einen ausgeprägten Kopf, lange Antennen sowie massive Kiefer und Flossen an den Seiten ihres Körpers ausgezeichnet haben. Sie gehörten zu den größten schwimmenden Tieren der Zeit des frühen Kambriums, der erdgeschichtlichen Zweispanne vor mehr als 500 Millionen Jahren. "Timorebestia" (die lateinische Bezeichnung) ist ein entfernter, aber enger Verwandter lebender Pfeilwürmer oder Chaetognathen. Das sind heute viel kleinere Meeresräuber, die sich von winzigem Zooplankton ernähren", sagte der leitende Autor der Studie, Jakob Vinther. Die Würmer, damals wohl wahre Riesen, standen laut Forscher:innen an der Spitze der Nahrungskette. Im Darm des Wurms sollen sogar Reste eines Gliederfüßers gefunden worden sein, der über einen Stachel zur Abwehr verfügt haben soll. Aber das scheint für den Riesenwurm kein Problem gewesen zu sein.

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Der Fund des Fossils sei aber nicht alles gewesen: "Auf einer Reihe von Expeditionen zum sehr abgelegenen Sirius Passet im äußersten Norden Grönlands, mehr als 82,5 Grad nördlich, haben wir eine große Vielfalt aufregender neuer Organismen gesammelt", sagte Tae Yoon Park, ein weiterer leitender Autor der Studie vom koreanischen Polarforschungsinstitut. "Dank der bemerkenswerten, außergewöhnlichen Erhaltung von Sirius Passet können wir auch spannende anatomische Details enthüllen, darunter das Verdauungssystem, die Muskelanatomie und das Nervensystem", fügte Dr. Park hinzu.

  • Verwendete Quellen:
  • Science Advances: "A giant stem-group chaetognath"
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