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Krebserregende Viren

Stiko-Vorsitzender empfiehlt Schul-Impfungen gegen HPV-Infektionen

  • Veröffentlicht: 25.03.2024
  • 10:50 Uhr
  • Lucia Hundbiß

HPV-Infektionen können Krebs verursachen. Die Viren werden oft schon beim ersten Sexualkontakt übertragen. Eine Impfung ist bereits hoch-effektiv und -verträglich. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Humane Papillomviren (HPV) können Krebs verursachen.

  • Die Impfquote in Deutschland liegt in Deutschland unter dem Zielwert der EU und der WHO.

  • Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Klaus Überla, empfiehlt deshalb HPV-Impfungen an Schulen.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) Klaus Überla, hat gegenüber den Funke-Zeitungen vorgeschlagen, "neue Wege" für die Steigerung der Impfquote bei HPV-Impfungen zu gehen. Schul-Impfungen hätten dem Virologen zufolge in anderen Ländern "die besten Impfraten" erzielen können. Da die Verträglichkeit der Impfstoffe "hervorragend" und die HPV-Impfung "hocheffektiv" sei, betont Überla: "Das wäre eine gute Möglichkeit, die Rate zu steigern und damit langfristig Leben zu retten." Zusätzlich dazu empfiehlt Überla bessere Information an Schulen darüber, wie Krebs entsteht und wie Impfungen bei der Bekämpfung helfen können.

Impfquote in Deutschland unter Zielwert

Ziel der Maßnahme sei es, die Impfquote bei Jungen und Mädchen zu steigern. Diese lag in Deutschland 2020 laut Stiko für 18-jährige Mädchen bei 54,1 Prozent und bei 18-jährigen Jungen bei lediglich 8,1 Prozent. Damit liegt Deutschland weit unter der Impfquote von 90 Prozent, die sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die EU bis 2030 gesetzt haben.

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Humane Papillomviren können Krebs verursachen

Humane Papillomviren (HPV) können Krebs verursachen, sowohl Frauen als auch Männer können sich infizieren, oft sogar schon beim ersten Sexualkontakt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind es aber vor allem Frauen, die an HPV-bedingtem Gebärmutterhalskrebs erkranken, besonders im Alter von 35 bis 59 Jahren. Bei Männern können HP-Viren Tumore im Mund-, Rachen-, Genital- und Analbereich verursachen.

  • Verwendete Quellen:
  • Robert Koch-Institut
  • Ständige Impfkommission
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