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Per Adoption zu Reichtum

Streit um Milliarden: Hermès-Erbe will Gärtner Vermögen hinterlassen

  • Veröffentlicht: 14.12.2023
  • 11:40 Uhr
  • Stefan Kendzia
Einer der Hermès-Nachkommen will seinen ehemaligen Hausangestellten adoptieren und ihm so die Hälfte seines milliardenschweren Vermögens hinterlassen.
Einer der Hermès-Nachkommen will seinen ehemaligen Hausangestellten adoptieren und ihm so die Hälfte seines milliardenschweren Vermögens hinterlassen.© REUTERS

Erbstreit de luxe: Einer der Hermès-Erben und zugleich einer der reichsten Franzosen, der 80-jährige Nicolas Puech, will seinen Nachlass neu regeln. Davon profitieren soll ein Ex-Angestellter - er soll per Adoption an ein Milliarden-Vermögen kommen.

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Auf 210 Milliarden Euro wird der Börsenwert der Luxusmarke Hermès geschätzt. Fünf Prozent davon gehören dem reichsten Franzosen und Hermès-Erben Nicolas Puech. In Summe soll er rund 11 Milliarden Euro besitzen. Laut NTV ist Puech entschlossen, seinen ehemaligen Gärtner per Adoption zum Milliardär zu machen. Ein Plan, der auf Widerstand stößt.

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Ex-Gärtner lebt jetzt schon feudal am Genfer See

Es geht um ein sagenhaftes Vermögen von rund 11 Milliarden Euro, von dem ein ehemaliger Gärtner des Hermès-Erben Nicolas Puech nach dessen Tod die Hälfte bekommen soll. Zustandekommen soll dieses Erbe mit Hilfe einer Erwachsenen-Adoption, die in der Schweiz zwar möglich ist, aber in diesem Fall noch geklärt werden muss. Davon profitieren würde ein 51-jähriger Marokkaner, der zusammen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern für den kinderlosen Puech wie eine eigene Familie betrachtet wird. Schlecht geht es dem Ex-Angestellten nicht: Er soll in Montreux am Genfer See in einer Luxus-Villa im Wert von umgerechnet rund 4 Millionen Euro leben, habe 1,5 Millionen für den Kauf einer Villa in Marrakesch erhalten und besitzt angeblich mehrere Grundstücke in Spanien und Portugal. 

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Problem: der Erbvertrag, der anders als ein Testament nicht einfach so geändert werden kann. Eine solche Vereinbarung hatte Puech bereits 2011 zugunsten der Stiftung Isocrate unterzeichnet, die er einst selbst gegründet hatte. Mit dieser Stiftung sollen Initiativen und Projekte unterstützt werden, die Desinformation bekämpfen. Für die Auflösung des Erbvertrages müssten beide Seiten zustimmen. Verständlich, dass sich die Begeisterung der Stiftung in Grenzen hält: "Aufgrund der (…) vorliegenden Informationen erscheint der Wunsch, den Erbvertrag sofort und einseitig aufzulösen, unbegründet und nichtig", so der Stiftungsdirektor im "Tagesanzeiger". Man sei strikt gegen die Auflösung des Vertrags. Allerdings wurde in eben diesem Erbvertrag vereinbart: Sollte ein erbberechtigtes Kind auftauchen, hätte dieses Anspruch auf mindestens die Hälfte von Puechs Vermögen. Jetzt sind die Behörden gefragt und müssen darüber entscheiden, ob der Ex-Gärtner zum mehrfachen Milliardär werden kann.

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