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Mögliche Verhaftung

Trumps Protestaufruf: Statt Fans kommen Gegendemonstranten und Medien 

  • Aktualisiert: 22.03.2023
  • 19:22 Uhr
  • Anne Funk
In New York versammelten sich auch viele Demonstrant:innen, die sich für eine Verhaftung Trumps aussprechen.
In New York versammelten sich auch viele Demonstrant:innen, die sich für eine Verhaftung Trumps aussprechen.© REUTERS

Er solle verhaftet werden, so Donald Trump, und rief seine Anhänger:innen zu Protesten auf - gekommen sind dagegen Fürsprecher:innen der Verhaftung und Medienvertreter:innen.

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"Der führende republikanische Kandidat und frühere Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird nächste Woche Dienstag verhaftet" - mit diesen Worten rief Donald Trump auf seinem Social-Media-Netzwerk Truth Social vergangenes Wochenende seine Anhänger:innen auf, gegen seine bevorstehende Verhaftung zu protestieren und sich die "Nation zurückzuholen". 

Während vor mehr als zwei Jahren ein Aufruf des Ex-Präsidenten zum Protest im Sturm auf das Kapitol mündete, passierte dieser Tage in New York quasi nichts. Nicht nur gab es am Dienstag keine Verhaftung des 76-Jährigen, auch tauchten verhältnismäßig wenige Trump-Anhänger:innen auf. 

Im Video: Vor möglicher Festnahme - Trump-Team schießt gegen Staatsanwalt

Ein paar Fans, viele Gegendemonstranten

Nur wenige Menschen reihten sich vor dem Gerichtsgebäude in Manhattan auf, wie NTV berichtet. Sie tragen Flaggen, auf denen "TRUMP" geschrieben steht, ein Mann trägt einen Hut mit Hörnern und hat sein Gesicht in den US-Farben blau-rot-weiß angemalt. Doch auch wenn nur wenige Trump-Fans vor Ort sind, die Polizei ist nach den Erfahrungen von 2021 in Washington in Alarmbereitschaft. Tauchen neue Demonstrant:innen auf, werden neue Absperrgitter aufgebaut.

Auch Trump-Anhänger und zahlreiche Medienvertreter:innen sind auf den Straßen New Yorks anzutreffen
Auch Trump-Anhänger und zahlreiche Medienvertreter:innen sind auf den Straßen New Yorks anzutreffen© REUTERS

Auf Medienvertreter:innen hat der Ruf des Ex-Präsidenten dagegen offenbar wesentlich besser gewirkt. Zahlreiche Reporter:innen reihen sich auf der Straße auf, überall sind Kameras und Übertragungswagen zu sehen. Wenn auch die großen Proteste seiner Fans diesmal ausgeblieben sind, eines hat Trump wieder einmal bekommen: jede Menge mediale Aufmerksamkeit.

Und auch eine weitere Gruppe kam: Gegendemonstranten. Zahlreiche Menschen - mehr sogar als Trump-Fans - protestierten vor dem Gericht und forderten die Festnahme des Ex-Präsidenten, wie der "Independent" berichtet. "Niemand steht über dem Gesetz", rufen sie und halten Schilder gegen Trump hoch. Wohl nicht der Protest, den der 76-Jährige sich erhofft hatte.

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