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Vermutlich verschüttet

Nach Erdrutsch in der Türkei: Neun Arbeiter auf Goldminen-Gelände vermisst

  • Veröffentlicht: 14.02.2024
  • 08:11 Uhr
  • Lisa Apfel

Nach einem Erdrutsch in der Osttürkei werden auf dem Gelände einer Goldmine mehrere Arbeiter vermisst. Hunderte Suchende sind im Einsatz.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Kein Kontakt zu neun Arbeitern - das ist der tragische Stand der Dinge nach einem Erdrutsch auf einem Goldminen-Gelände in der Türkei.

  • Laut dem Innenminister des Landes suchen 400 Menschen nach den Vermissten.

  • In der Türkei ist es nicht das erste Minenunglück.

Auf dem Gelände einer Goldmine in der Türkei ist es zu einem tragischen Unglück gekommen: Nach einem Erdrutsch werden mehrere Menschen vermisst.

Im Video: Tödlicher Erdrutsch in China - die Suche nach Vermissten geht weiter

Arbeiter bleiben auch nach Stunden vermisst

Der türkische Innenminister Ali Yerlikaya bestätigte am Dienstag (13. Februar), dass man zu neun Arbeitern derzeit keinen Kontakt habe. Es wird angenommen, dass sie verschüttet wurden. 400 Menschen seien zu Sucharbeiten im Einsatz.

Der Erdrutsch hatte sich um etwa 14:30 Uhr Ortszeit nahe einer Mine im osttürkischen Erzincan ereignet. Die entsprechende Mine wird dem Betreiber Anagold zufolge seit 2010 zur Goldgewinnung genutzt.

Auf Bildern des Senders TRT war zu sehen, wie große Erdmassen einen Hang hinabstürzten. Auch Stunden nach dem Abgang der Erdlawine waren die neun Vermissten noch nicht gefunden.

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:newstime

Türkei: Mehrere schwere Minenunglücke in den letzen Jahren

Zudem macht sich die Sorge breit, der nahegelegene Fluss Euphrat könnte durch Cyanid aus der Mine verunreinigt werden. Der Provinzgouverneur Hamza Aydogdu aber gab bekannt, es gebe keine Informationen über eine Kontamination. Cyanverbindungen führen immer wieder zu Massensterben von Fischen und anderen Wasserlebewesen, wenn sie etwa aus Bergwerken in Gewässer gelangen.

Die Türkei wurde in den vergangenen Jahren von mehreren schweren Minenunglücken erschüttert, teils wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen. 2014 starben bei einer Explosion in einer Kohlemine in der Provinz Manisa in der Ägäis-Region insgesamt 301 Menschen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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