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Kinderhilfswerk

Unicef: 20 Kinder pro Tag in Kriegen oder Konflikten getötet oder verstümmelt

  • Aktualisiert: 06.06.2023
  • 12:04 Uhr
  • Clarissa Yigit
Laut Unicef wurden in der Zeit zwischen 2005 und 2022 rund 315.000 schwere Kinderrechtsverletzungen verifiziert.
Laut Unicef wurden in der Zeit zwischen 2005 und 2022 rund 315.000 schwere Kinderrechtsverletzungen verifiziert.© Foto: Hanna Arhirova/AP

Anlässlich einer internationalen Konferenz in Oslo (Norwegen) über den Schutz von Kindern in Kriegen veröffentlichte das Kinderhilfswerk Unicef erschreckende Zahlen.

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Neue Zahlen eines Berichts des "Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen" (Unicef) sorgen für Erschütterung. Rund 120.000 Kinder seien seit dem Jahr 2005 in Kriegen und Konflikten getötet oder verstümmelt worden, schreibt die Organisation anlässlich einer am Montag (5. Mai) beginnenden internationalen Konferenz in Oslo (Norwegen) über den Schutz von Kindern in Kriegen. Insgesamt haben die Vereinten Nationen (UN) in der Zeit von 2005 bis 2022 rund 315.000 schwere Kinderrechtsverletzungen verifiziert.

Unicef ruft daher die Regierungen dazu auf, "bestehende internationale Gesetze und Normen zum Schutz von Kindern im Krieg umzusetzen, Täter zur Verantwortung zu ziehen und dringend benötigte Mittel zum Schutz von Kindern in Konflikten bereitzustellen", heißt es in einer Pressemitteilung der Hilfsorganisation.

Jeder Krieg ist letztlich ein Krieg gegen Kinder.

Catherine Russell, Unicef-Exekutivdirektorin

Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell bekräftigt: "Jeder Krieg ist letztlich ein Krieg gegen Kinder. (...) Wir alle müssen dafür sorgen, dass Kinder nicht länger den Preis für Kriege zahlen, die sie nicht selbst verursacht haben."

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Verifizierte Kinderrechtsverletzungen

  • Getötet oder verstümmelt: Mehr als 120.000 Kinder
  • Von bewaffneten Gruppen rekrutiert: Mindestens 105.000 Kinder
  • Von Konfliktparteien entführt: circa 32.500 Kinder
  • Opfer sexueller Gewalt: mehr als 16.000 Kinder
  • Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser: mehr als 16.000
  • Verweigerung humanitärer Hilfe für Kinder: In mindestens 22.000 Fällen

Außerdem wurden Millionen Kinder aus ihren Häusern/ Gemeinden vertrieben. Zudem hätten viele Freunde, Familienmitglieder oder Angehörige verloren oder wurden von ihnen getrennt.

Laut Unicef stammten die Daten aus mehr als 30 Konfliktsituationen in Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Lateinamerika.

Auch seien dies nur die verifizierten Fälle, bekräftigt Unicef. Die tatsächlichen Zahlen seien vermutlich weitaus höher.

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Forderungen von Unicef an die Regierungen

Um Kinder im Krieg besser zu schützen, fordert Unicef daher die Regierungen dazu auf, breits bestehende internationale Gesetze und Normen umzusetzen.

Insbesondere müssten zivile Infrastrukturen, Schulen und Krankenhäuser vor Angriffen geschützt werden.

Ebenso müssten der Einsatz von explosiven Waffen in Wohngebieten als auch die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern durch bewaffnete Gruppierungen unterbunden werden.

Wenn die Rechte der Kinder verletzt würden, müssten zudem die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

  • Verwendete Quellen:
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