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Weitreichende Maßnahmen

Viele Strände auf Helgoland gesperrt: Der Grund geht ans Herz

  • Veröffentlicht: 22.11.2023
  • 14:26 Uhr
  • Stefan Kendzia
In der Winterzeit ziehen zahlreiche Kegelrobben ihre Jungtiere auf der Düne auf. Jetzt werden zahlreiche Strände gesperrt.
In der Winterzeit ziehen zahlreiche Kegelrobben ihre Jungtiere auf der Düne auf. Jetzt werden zahlreiche Strände gesperrt.© REUTERS

Die Insel Helgoland sperrt zahlreiche Strandabschnitte. Anders als vermutet, handelt es sich hierbei um eine Angelegenheit, die jede:r Tierliebhaber:in voll unterstützt: Mit den Schließungen sollen Kegelrobben geschützt werden, die auf der Helgoländer Düne zur Winterzeit ihre Jungtiere aufziehen.

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Baby-Robben erweichen jedes Herz. Damit diese goldigen Meerestiere in Ruhe und gesund heranwachsen können, hat sich die Insel Helgoland entscheiden, sämtliche Strandabschnitte zu schließen, an denen die Robben zur Winterzeit großgezogen werden. Dabei handelt es sich besonders um die Helgoländer Düne.

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Strandsperrung ist Schutz für die Kegelrobben auf der Helgoländer Düne

Der Tourismus-Service der Insel Helgoland informierte soeben über seinen Instagram- und Facebook-Kanal, dass ab sofort ein Betretungsverbot für sämtliche Strandabschnitte besteht, an denen Kegelrobben auf der Helgoländer Düne ihre Jungtiere aufziehen: "Aufgrund der Liegeposition einiger Kühe, Jungtiere und Bullen sind Aade und Nordstrand nicht mehr begehbar." Trotz dieser Einschränkung ist der Wintererlebnisweg mit Buchten an den Strandeingängen und der Panoramaweg alle Besucher:innen offen.

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Auf der eigenen Website erklärt die Insel Helgoland: "Die Zeit zwischen November und Januar gehört zu den ereignisreichsten Monaten auf der Helgoländer Düne, ein für Kegelrobben sehr attraktives Gebiet, das nie komplett überspült wird." Von den Muttertieren würden sie rund zwei bis drei Wochen versorgt und seien dann auf sich alleine gestellt. In dieser Zeit bräuchten die Robben absolute Ruhe. Besondere Vorsicht gelte vor den Bullen. Denn diese Respekt einflößenden, bis zu 300 Kilogramm schweren Tiere sind in dieser Zeit "besonders sensibel und reizbar".

Eine Beobachtung der Tiere kann dennoch aus entsprechender Entfernung erlebt werden. Man darf sich den Tieren allerdings nicht unter 30 Metern nähern. Zu ihrem Schutz und zum Schutz der interessierten Menschen. Denn die Tiere sind keine Kuscheltiere, sondern können auch richtig gefährlich werden.

  • Verwendete Quellen:
  • Facebook: "Helgoland.de"
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