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Streikwelle

Warnstreik: Jetzt wollen Uniklinik-Ärzte auch protestieren

  • Veröffentlicht: 18.01.2024
  • 14:40 Uhr
  • Stefan Kendzia
Ärzte treten am 30. Januar in einen Warnstreik. Es geht um Einkommen und Arbeitsbedingungen von 20.000 Ärzt:innen in bundesweit 23 Universitätskliniken.
Ärzte treten am 30. Januar in einen Warnstreik. Es geht um Einkommen und Arbeitsbedingungen von 20.000 Ärzt:innen in bundesweit 23 Universitätskliniken.© REUTERS

Die Streikwelle in Deutschland reißt nicht ab: Nach Lokführern, Landwirten, Spediteuren, Arztpraxen und Apothekern kündigen jetzt Ärzte an großen Landeskliniken einen Warnstreik an. Es geht um Einkommen und Arbeitsbedingungen. 

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Ende Januar steht ein neuer Warnstreik bevor: Die Uniklinik-Ärzte wollen nach der dritten ergebnislosen Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt zwischen dem Marburger Bund und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) um Einkommen und Arbeitsbedingungen kämpfen. Der Marburger Bund hat daher seine Mitglieder für den 30. Januar zu einem Warnstreik aufgerufen.

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Gehaltsabstand zu anderen Krankenhausträgern soll verringert werden

In der Tarifauseinandersetzung um Einkommen und Arbeitsbedingungen von 20.000 Ärzt:innen in bundesweit 23 Universitätskliniken ist es auch in der dritten Verhandlungsrunde zu keinem Ergebnis gekommen, so die "Augsburger Allgemeine". Gefordert werden 12,5 Prozent mehr Gehalt bezogen auf ein Jahr sowie höhere Nachtzuschläge sowie Zuschläge für Wochenenden und Feiertage. Generell solle die Inflation ausgeglichen und der Gehaltsabstand zu anderen Krankenhausträgern verringert werden.

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Warnstreik für den 30. Januar angekündigt

Die Gewerkschaft warf der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) vor, sich grundlegenden Verbesserungen zu verweigern. "Die Länder lassen die Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken im Regen stehen", sagte der Vizechef der Ärztegewerkschaft, Andreas Botzlar. Weiter sagte er: "Ohne substanzielle Verbesserungen wird der Unmut der Ärztinnen und Ärzte noch größer werden".

Der Tarifvertrag Ärzte findet allerdings auf einige Unikliniken keine Anwendung. In den betreffenden Kliniken gelten andere Tarifverträge für die Ärzt:innen. Zu nennen sind dabei Berlin, Hamburg und Hessen. Haustarifverträge gelten für die Unikliniken in Dresden und Mainz, sie werden von den entsprechenden Landesverbänden des Marburger Bundes separat verhandelt. Stattfinden soll der Warnstreik am 30. Januar, eine zentrale Warnstreik-Kundgebung soll in Hannover stattfinden.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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