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Glatteisgefahr und Streik

Warnung vor Verkehrschaos: Erst Bahnstreik, jetzt Eisregen-Walze

  • Veröffentlicht: 07.12.2023
  • 14:49 Uhr
  • Stefan Kendzia
Genau zum Bahnstreik muss sich Westdeutschland auf eine Eisregen-Walze einstellen. Ein Verkehrschaos scheint programmiert.
Genau zum Bahnstreik muss sich Westdeutschland auf eine Eisregen-Walze einstellen. Ein Verkehrschaos scheint programmiert.© Moritz Frankenberg/dpa

Das Wetterportal "Wetter.net" warnt vor Unwetter durch massiven Eisregen - der Deutsche Wetterdienst gibt eine Glatteisgefahr-Warnung heraus. Ausgerechnet während des angekündigten Warnstreiks der Bahn. 

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Da kommt einiges auf Deutschland zu - Warnstreik, Eiswalze, Verkehrschaos: Einfach wird es nicht. Aufgrund der ernsten Wetterlage werden bereits Stimmen laut, den Bahnstreik abzusagen. Denn es werden viele Bahnfahrende aufs Auto umsteigen, obwohl Eisregen droht.

Im Video: Nach dem Schnee - kommt jetzt das Hochwasser?

Warnstreik ist bei dieser Wetterlage unverantwortlich

Auf Deutschland rollt nicht nur eine Eiswalze zu, sondern auch ein Verkehrschaos. Wetterexperte Dominik Jung von "Wetter.net" zeichnet ein düsteres Bild für das Wochenende. Denn aufgrund einer drohenden Eiswalze in Verbindung mit dem angekündigten Warnstreik soll es unweigerlich zu einem Verkehrschaos kommen. Schließlich seien viele auf die Bahn angewiesen und würden aus Not auf das Auto umsteigen. Trotz Eis. Jung ist daher für eine Absage des Warnstreiks, da dieser in seinen Augen unverantwortlich sei.

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Jung zur Lage: "Umsteigen auf die Bahn bringt nicht wirklich viel, denn genau bei dieser gefährlichen Wetterlage kommt die Bahn bei den meisten Menschen nicht und geht in den Streik. Das wird am Freitagmorgen (8. Dezember, Anm. d. Red.) regional zu einem Verkehrschaos führen. Die Schnee- und Eisregenfälle ziehen bis Mittag weiter in die Landesmitte. Der Deutsche Wetterdienst rechnet damit, dass er morgen Unwetterwarnungen vor Glatteis ausgeben muss, es kommt vermutlich zu erheblichen Verkehrsbehinderungen."

Nach dem Eis droht im Süden und Westen Hochwasser

Insgesamt wird ein Schneetief vorhergesagt, das von Baden-Württemberg über das Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz bis nach Nordrhein-Westfalen Schneeregen und teilweise gefrierenden Regen bringen soll. Für Bayern gilt eine Glatteis-Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Im Freistaat drohen in Teilen Frost und Glätte durch gefrierende Nässe oder Schnee. Das war aber noch längst nicht alles: Nach der Eis-Walze steht schon die nächste Wetter-Herausforderung vor der Tür. Durch mildere Temperaturen bei Dauerregen und Wind taut der Schnee überall schnell weg - dies kann besonders im Süden und Westen zu Hochwasser führen.

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