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1. Dezember

Welt-AIDS-Tag: Immer mehr Menschen schützen sich vor HIV

  • Veröffentlicht: 01.12.2023
  • 10:34 Uhr
  • Clarissa Yigit
Immer mehr Menschen nehmen Medikamente zum Schutz vor einer HIV-Infektion, erklärt das RKI anlässlich des Welt-AIDS-Tages am Freitag (1. Dezember).
Immer mehr Menschen nehmen Medikamente zum Schutz vor einer HIV-Infektion, erklärt das RKI anlässlich des Welt-AIDS-Tages am Freitag (1. Dezember).© AP Photo/Denis Farrell, File

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jahr 1981 wurde AIDS zum ersten Mal diagnostiziert.

  • Die Folge der Immunschwächekrankheit endet oftmals mit dem Tod.

  • Medikamente können nicht nur prophylaktisch, sondern auch in der HIV-Therapie helfen.

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Im Jahr 1981 wurde erstmals die tödliche Krankheit Aids diagnostiziert. Mittlerweile schützen sich immer mehr Menschen vor dem Hi-Virus. Anlässlich des Welt-AIDS-Tages am Freitag (1. Dezember) gibt das Robert Koch-Institut (RKI) nun Schätzungen bekannt.

Vor rund 40 Jahren endete die Krankheit "Acquired Immunodeficiency Syndrome" (AIDS) oder auch "Erworbenes Immunschwächesyndrom" oftmals mit dem Tod.

Auch heute sterben noch häufig an AIDS erkrankte Menschen an Lungenentzündungen und Pilzerkrankungen. Hinzu kommt, dass Betroffene häufig mit Vorurteilen und Diskriminierungen – beispielsweise in Arztpraxen – zu kämpfen haben.

Im Video: Neues Rekordhoch: So viele Krankmeldungen in Deutschland wie nie zuvor

Schutz vor HIV ist möglich

Laut dem RKI schützen sich daher immer mehr Menschen mit Medikamenten vor dem tödlichen "Human Immunodeficiency Virus" (HIV), das zu AIDS führen kann.

"Das HI-Virus schädigt oder zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr und macht den Körper anfällig für Erkrankungen, die bei nicht infizierten Menschen in der Regel unproblematisch verlaufen", erklärt das Bundesministerium für Gesundheit auf ihrer Internetseite. Die Ansteckung mit dem HI-Virus erfolgt dabei meist beim Geschlechtsverkehr oder über infiziertes Blut.

Anlässlich des Welt-AIDS-Tages äußerte sich Daniel Schmidt, Projektleiter für das Thema beim RKI, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit den Worten: "Nach Schätzungen nutzten im September etwa 39.000 Menschen bundesweit die Präexpositionsprophylaxe." Diese Präexpositionsprophylaxe (Prep) sei seit September 2019 für in Deutschland lebende Menschen mit einem substanziellen HIV-Infektionsrisiko eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, ergänzt die dpa.

Lediglich zu Beginn der Corona-Pandemie habe es einen leichten Abwärtstrend gegeben, so Schmidt weiter, was sich allerdings schnell wieder normalisiert habe. Ende 2020 sein man daher von rund 19.000 Nutzenden ausgehen. Im Jahr 2022 seien es rund 32.000 gewesen.

"Wir sehen auch jetzt noch eine steigende Kurve", erläutert Schmidt. Zudem seien die Potenziale in vielen Gruppen noch nicht ausgeschöpft und es könnten wesentlich mehr Menschen den Schutz vor dem Virus in Anspruch nehmen.

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Welche Gruppen nutzen die Präexpositionsprophylaxe?

Fast ausschließlich (circa 98 Prozent) nutzten bi- und homosexuelle Männer einmal täglich die Prophylaxe mit zwei Wirkstoffen, die die Vermehrung des Virus im Körper unterdrücken. Dies fand das RKI anhand anonymisierter Apotheken-Abrechnungsdaten heraus.

Dabei handel es sich bei den Angaben um Schätzungen. Zudem könne das Medikament nicht nur vorbeugend, sondern auch in der HIV-Therapie genutzt werden.

Die Krankheit AIDS wurde zum ersten Mal im Jahr 1981 diagnostiziert.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Bundesministerium für Gesundheit: "AIDS und HIV"
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