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 Schweiz führt im Alpen-Ranking

Eine Woche Skifahren für 9.000 Euro: Winterurlaub wird noch teurer

  • Veröffentlicht: 21.12.2023
  • 15:30 Uhr
  • Michael Reimers
Skiurlaub in der Schweiz wird immer mehr zum Luxus.
Skiurlaub in der Schweiz wird immer mehr zum Luxus.© Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

In der aktuellen Skisaison kostet eine Woche Winterferien in der Schweiz fast 25 Prozent mehr als 2022. Das ergab eine aktuelle Studie. Demnach verteuert sich der Skiurlaub vor allem für Familien.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Skiurlaub in der Schweiz wird diesen Winter um fast ein Viertel teurer im Vergleich zur Saison 2021/22.

  • Die Übernachtungskosten erhöhten sich um 41 Prozent, die Preise für Skipässe um 9 Prozent.

  • Zusätzlich wirkt sich der starke Kurs des Franken für Urlauber:innen aus den Euro-Ländern preistreibend aus.

Skiferien in der Schweiz werden immer mehr zum Luxus. In der aktuellen Saison 2023/24 verteuern sich die Preise für eine Woche inklusive Übernachtung und Skipass einer Analyse zufolge im Durchschnitt um 24 Prozent. Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics im Auftrag der Bank Cler ermittelte, trifft die Preissteigerung Familien am härtesten. Eltern mit zwei Kindern zahlen demnach 33 Prozent mehr, Studierende 22 Prozent mehr und Ehepaare "nur" 15 Prozent mehr.

Als größte Preistreiber erweisen sich dabei die Unterkunftskosten. Diese erhöhen sich im Vergleich zur Saison 2021/22 um 41 Prozent. Die Preise für Skipässe im selben Zeitraum sind um 9 Prozent gestiegen. "Das ist ein bisschen mehr als die Teuerung, ist aber darauf zurückzuführen, dass gerade die Skigebietsbetreiber von den direkten Mehrkosten im Bereich Energie ganz direkt betroffen sind", sagte Peter Berger, Sprecher des Dachverbands Schweiz Tourismus, der "Tagesschau".

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Wo Skifahren in der Schweiz am teuersten ist

Jedoch unterscheiden sich die Kosten in den 14 untersuchten Skigebieten stark. Verbier, Saas-Fee und Zermatt sind 2024 der Studie zufolge für alle Personengruppen zusammen betrachtet die teuersten Skigebiete. Dort kostet eine Woche im Vergleich zu den günstigsten Regionen - Airolo, Adelboden-Lenk und Aletsch-Arena - rund 67 Prozent mehr.

Für eine Familie führt mit Kosten von knapp 8.500 Schweizer Franken (umgerechnet etwa 9.000 Euro) Saas-Fee das Hochpreis-Ranking beim Skiurlaub an. In den günstigeren Gebieten Verbier und Zermatt werden rund 7.000 Schweizer Franken pro Woche verlangt. Ehepaare machen am teuersten in Verbier Skiurlaub, gefolgt von Zermatt und Gstaad. Für Studierende hingegen sind die Skiferien in Zermatt mit etwa 2.000 Euro am teuersten, vor Saas-Fee und der Jungfrau-Region.

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Schweiz rechnet dennoch mit einer guten Saison

Nach Einschätzung des Dachverbands Schweiz Tourismus zeigt der Preisanstieg bisher keine dramatischen Auswirkungen auf die Nachfrage: "Geprägt vom sehr positiven Start, aber auch von den Rahmenbedingungen und den Buchungsständen, schaut die Schweizer Tourismusbranche sehr optimistisch auf diesen kommenden Winter", so Berger. Die Branche erwarte insgesamt ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zum vergangenen Winter. Die treueste Kundschaft komme nach wie vor aus dem eigenen Land: "Rund 60 Prozent aller Gäste sind Schweizerinnen und Schweizer. Und das bleibt auch so."

  • Verwendete Quellen:
  • Pressemitteilung Cler Bank und BAK Economics: "Skiferien in der Schweiz sind deutlich teurer geworden"
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