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Kreuzfahrt ins Nirgendwo

Zu dreckig zum Anlegen: Kreuzfahrtschiff auf Irrfahrt zwischen Australien und Neuseeland

  • Veröffentlicht: 30.11.2023
  • 15:34 Uhr
  • Stefan Kendzia
Zu dreckig: Kreuzfahrtschiff durfte nicht anlegen und ging dann auf Irrfahrt. Der Grund ist ein zu schmutziger Schiffsrumpf (Symbolbild)
Zu dreckig: Kreuzfahrtschiff durfte nicht anlegen und ging dann auf Irrfahrt. Der Grund ist ein zu schmutziger Schiffsrumpf (Symbolbild)© REUTERS

2.600 Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "P&O Pacific Adventure" freuten sich auf eine Traumreise rund um Neuseeland. Die Fahrt endete im Albtraum - nämlich in einer Irrfahrt samt unruhiger Gewässer und Seekrankheit. Der Grund: ein schmutziger Rumpf.

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Die "P&O Pacific Adventure" legte in Australien ab, um Neuseeland zu erreichen und letztendlich zu umrunden. Anlegen durfte das Kreuzfahrtschiff allerdings nirgendwo in Neuseeland, da es den dortigen Behörden zu schmutzig war. Es folgte eine Irrfahrt durch unruhige Gewässer.

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Aus einer Traumreise wurde ein Horrortrip

Nachdem die "P&O Pacific Adventure" mit rund 2.600 Passagieren an Bord von Sydney in Richtung Neuseeland ausgelaufen ist, ahnte wohl niemand, dass aus einer Traumreise ein Horrortrip werden würde. Alles begann damit, dass das Schiff an seiner ersten Anlegestelle in Neuseeland laut "The Guardian" abgewiesen wurde, weil der Dampfer die strengen Einreisebestimmungen Neuseelands für biologische Gefahrstoffe nicht erfüllen konnte. Kurz: Der Schiffsrumpf soll zu verschmutzt gewesen sein - zu viele maritime Mikroorganismen, Seepocken, Muscheln und Algen machten sich auf seiner Oberfläche breit. Anhaftungen, die zu einer sogenannten Artenverschleppung führen könnte. 

"Kommt zum Beispiel ein Schiff aus Asien und bringt fremde Organismen in ein heimisches Gewässer, kann das im schlimmsten Fall ein Ökosystem auf den Kopf stellen", so Unterwassertechnik-Experte Benjamin Emde vom Laser Zentrum Hannover zu "T-Online." Und da die Tauchbedingungen schlecht waren, konnte auch die zwingend erforderliche Reinigung des Rumpfes nicht durchgeführt werden.

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Nach dem ersten Anlegeverbot folgte eine tagelange Odyssee - und das auch noch bei heftigem Seegang mit angeblich bis zu zehn Meter hohen Wellen und daraus resultierender Seekrankheit bei vielen Passagieren. So schlimm, dass sogar die "Kotztüten" ausgegangen sein sollen. Das Schiff durfte wohl nach einigen Tagen Irrfahrt dann in Hobart auf Tasmanien anlegen - die Insel gehört zu Australien. Viele Passagiere sollen sich unterdessen auf sozialen Medien über das Unternehmen und die Fahrt an sich beschwert haben. Schließlich soll den Passagieren zunächst ein 50-Prozent-Gutschein für  "zukünftige Kreuzfahrten" angeboten worden sein, das die Passagiere angeblich aufschreien ließ. Jetzt bietet P&O eine Rückerstattung zusätzlich zu einem Bordguthaben von 300 US-Dollar pro Person an.

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