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Steckt hinter Genderless Pflege mehr als nur Marketing?

Cis-Gender, weiß, jung und weiblich: Das war der jahrzehntelange Standard in der Kosmetikindustrie, der gezielt bestimmte Stereotypen in unseren Köpfen festigte. Und nicht nur das. Schon mal was von den sogenannten “Pink Taxes” gehört?

Dies beschreibt die geschlechtsspezifische Preisdifferenzierung im Beauty-Segment, weshalb Frauen beispielsweise durchschnittlich 13 Prozent mehr Geld für Körperpflegeprodukte bezahlen müssen. Und genderqueere Menschen werden bzw. wurden auf dem Markt gar nicht erst angesprochen.

Das ist auch der Grund dafür, weshalb es sich bei Genderless Pflege eben nicht nur um ein Marketingkonzept handelt. Avanciert das Ganze aktuell zu einem Trend? In gewisser Hinsicht schon, abgesehen davon, dass ein Trend in der Regel nur von überschaubarer Dauer ist. Bei der Genderless Beauty geht es hingegen um einen gesamten Wandel der Beauty-Industrie und der aktuelle Hype sorgt schlichtweg dafür, dass diesem Thema eben die Aufmerksamkeit zukommt, das es verdient hat.

Unisex-Produkte fokussieren sich auf die Bedürfnisse der jeweiligen Hauttypen. Die “männliche” Haut ist etwas dicker als die “weibliche” und produziert tendenziell mehr Talg, was gleichzeitig schützt, aber auch Hautunreinheiten fördert. Dafür benötigen wir jedoch auf keinen Fall eine besondere “Männercreme”, ganz im Gegenteil. Wichtig sind die generellen Inhaltsstoffe, sowohl bei der Genderless Pflege, als auch bei Make-up.

Fakten zu genderless beauty
„Zeitgenössisches“ Marketing oder ist wirklich Schluss mit der „Jungen und Mädchen – Geschlechtertrennung“ – wir haben die Fakten zu genderless Beauty und Co. © Ebrehnn Xapntohob

Genderless Beauty - Pflegeprodukte im Wandel

Früher unisex, heute Genderless – das ist die Beauty der Zukunft. Die Einteilung in Kosmetik für Männer und Kosmetik für Frauen ist überholt und insbesondere junge Brands fokussieren sich auf DIversität, was nicht nur für Kosmetikprodukte gilt. Make-up ist nur was für Frauen? Von wegen!

Alle, von binary über non-binary, sollten unbedingt das tun, worauf sie Lust haben. Ihr wollt das volle Beauty-Programm und cremen was das Zeug hält? Bitte schön! Einfach mal anders schminken oder überhaupt das erste Mal zu Make-up greifen? Unbedingt!

Kosmetik ist in allererster Hinsicht dazu da, um uns etwas Gutes zu tun, nicht andersrum. Probiert euch aus und vergesst die verstaubte Aufteilung in die binären Kategorien!

Make-up für alle
Make-up für alle! Fernab jeglicher „alteingesessener“ Genderrichtlinien berichten wir von genderless Beauty- und Make-up Produkten – denn, wir lieben es! © MStudioImages

Unisex Kosmetik Produkte: Von Shampoo bis hin zur Gesichtspflege

Da das konstruierte Konzept von Frau und Mann mehr und mehr kritisch hinterfragt wird, muss die Beauty-Branche den nötigen Schritt gehen und ebenfalls umdenken. Leider sind es vor allem die großen Marken mit einer großen Reichweite, bei denen sich immer noch ein veraltetes Marketing und Stereotypen finden lassen.

Zu unserem Glück gibt es allerdings auch schon viele tolle Marken mit non-binären Konzepten. Hier liegt der Fokus auf einem positiven Körpergefühl sowie den Bedürfnissen von euch und eurer Haut. Das schließt nicht selten cleane, vegane und vor allem tierfreundliche Produkte ein. Wir verraten euch ein paar der coolsten Brands für Genderless Beauty.

Genderlesspflege- und Beauty-Produkte revolutionieren den Markt
Haarpflege, Gesichtspflege und Co. – wie genderless Beauty- und Make-up Brands den Kosmetik-Markt revolutionieren! © Westend61

Das sind die besten Marken für non-binäre Kosmetik:

Aesop

Dr. Hauschka

Grown Alchemist

Jecca Blac

Milk Makeup

The Ordinary

We are Fluide

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