- Bildquelle: Foto: Jonathan Gordon | Hair & Make-up: Anna Melmann | Styling: Sabrina Heim © Foto: Jonathan Gordon | Hair & Make-up: Anna Melmann | Styling: Sabrina Heim

Was haben Britney Spears, bunte Accessoires und gekreppte Haare gemeinsam? Sie alle sind wieder zurück! Zunächst: Y2K steht für „Year Two Thousand“ und beschreibt alle Trends, die aus den Jahren 2000 bis 2010 stammen. Zu Zeiten als Hosen und Ponys gar nicht tief genug sitzen konnten, entstanden Beauty-Trends, die später unglaublich verpönt waren und nun aber wieder Kultstatus haben... TikTok sei Dank. Die Video-Plattform spuckt aktuell beinahe täglich einen neuen Trend aus, der von den 00er-Jahren inspiriert ist. Da kann man schon mal schnell den Überblick verlieren. Bevor ihr also im Wurmloch der For-You-Page auf TikTok verloren geht oder demnächst ausseht, als wärt ihr einer Zeitkapsel aus 2004 entsprungen, haben wir hier die wirklich relevanten Beauty-Trends für euch zusammengefasst. Solche, die heute wieder superangesagt sind, leicht nachgestylt werden können und das Zeug zum Klassiker haben – egal ob ihr aus purer Nostalgie die Looks der 2000er feiert oder die Y2K-Styles gerade neu für euch entdeckt.

 

Bandana Beauty – das perfekte Y2K-Accessoire

Damals liebte J.Lo Ben Affleck und wir alle liebten Haaraccessoires. Nun ist das ikonische Paar wieder vereint und auch der Kopfschmuck hat unsere Aufmerksamkeit wieder zurückgewonnen. Clip-in-Strasssteinchen, große Haarklammern, Haarspangen in Schmetterlingsform und die kultigen Zick-Zack-Haarreifen werden auf TikTok gefeiert. Aber ein Accessoire hat sich auch über die Video-Welt hinaus durchgesetzt und ist diesen Sommer überall zu sehen: die Bandana.

So stylt ihr den Retro-Bandana-Look mit langen Haaren:

  1. Alle, die lange Haare haben, können sie vorab etwas glätten, damit sie unter dem Tuch nicht wild abstehen. Wer schon glatte Haare hat, oder nur leichte natürliche Wellen trägt, der lässt sie einfach lufttrocknen.
  2. Anschließend scheitelt ihr eure Haare in der Mitte und klemmt euch die Längen an beiden Seiten hinter die Ohren. An der Stirn könnt ihr jeweils zwei Strähnen locker ins Gesicht fallen lassen.
  3. Schnappt euch die Bandana und faltet sie zu einem Dreieck. Dann legt ihr die lange Seite des Dreiecks an eure Stirn und bindet die beiden spitzen Ecken des Dreiecks unter euren Längen im Nacken zusammen. Die Spitze des Dreiecks kann locker über euren Hinterkopf fallen.

So stylt ihr den Retro-Bandana-Look mit kurzen Haaren:

  1. Bei kurzen Haaren sieht der Bandana-Look besonders cool aus, wenn die Haare undone sind. Mit etwas Wachs oder Salt Spray könnt ihr etwas mehr Volumen und Struktur in euren Ansatz und Längen bringen.
  2. Faltet das Tuch nun auch wieder zu einem Dreieck. Danach schlagt ihr die längste Seite noch zweimal um, sodass ein etwa Vier-Finger-breites Band entsteht.
  3. Legt das gefaltete Tuch an die Stirn und knotet die zwei losen Enden am Hinterkopf zusammen. Nicht zu fest zuziehen, das fühlt sich schnell unangenehm an und hinterlässt Abdrücke auf der Stirn. Das Tuch hält auch wenn es locker sitzt.
  4. Zupft eure Haare am Oberkopf noch etwas zurecht, sodass sie nicht von der Bandana plattgedrückt aussehen.

 

Barett stylen – lässiges Update für den 2000er-Klassiker

Noch mehr Accessoires sind 2022 wieder zurück auf der Trend-Agenda. Hüte waren 2000 besonders big (erinnert ihr euch an Jamiroquai?). Trucker Caps und Bucket Hats sind diesen Sommer wieder auf jedem Festival zu sehen, sowohl auf als auch vor der Bühne. Allerdings gibt es noch einen weiteren Y2K-Hut, den wir auch über den Festivalsommer hinaus tragen werden: Baretts wurden in den 2000er Jahren nicht nur von Pariser:innen im Café getragen, sondern waren auf den Fashion Shows genauso zu sehen wie in Hip-Hop-Musikvideos. Sie waren stylish, glamourös und supercool zugleich. Und nun sind sie zurück.

So stylt ihr den Trend-Hut:

  1. Eure Haare müssen nicht frisch gewaschen sein. Im Gegenteil: Der Look mit Hut ist eine super Gelegenheit, um einen nicht ganz so frischen Ansatz zu kaschieren und das Haar noch einen Tag länger ruhen zu lassen, ohne es zu shampoonieren. Außerdem hält der Look auf nicht ganz frisch gewaschenem Haar besser.
  2. Ihr könnt eure natürliche Haarstruktur beibehalten. Wenn ihr sie allerdings etwas bändigen wollt, damit euer Haar unter dem Hut nicht zu voluminös aussieht, dann glättet ihr die Längen etwas. Vergesst dabei den Hitzeschutz nicht.
  3. Zieht einen Mittelscheitel und setzt das Barett leicht schräg auf euren Kopf. Et voilà, fertig ist der Y2K-Look.

 

Bubble Braids – der wahrscheinlich einfachste Braid-Trend aller Zeiten

Mini Braids haben schon 2021 ihr großes Comeback gefeiert, und wir waren ganz vorne mit dabei. Diesen Sommer wird der Trend noch etwas cooler, einfacher und macht so gleich noch mehr Spaß. Denn Bubble Braids sind nicht nur schnell und einfach gestylt, sie sehen auch in dünnem, feinem Haar besser aus als Mini Braids und ihr könnt sie mit verschiedenen Haaraccessoires pimpen. Ob Neon, Glitzer, bunt oder farblos: Wählt kleine Haargummis, um die Frisur zu fixieren und den Flecht-Look abzurunden.

So stylt ihr die Y2K-Braids:

  1. Sorgt zunächst dafür, dass eure Längen frei von Knoten sind. Dann zieht ihr einen Mittelscheitel.
  2. Nun greift ihr euch eine vordere Strähne, direkt da wo euer Mittelscheitel beginnt. Wickelt das erste Haargummi etwa zwei Zentimeter vom Haaransatz entfernt, um die Strähne. Weitere zwei Zentimeter tiefer fixiert ihr das nächste Haargummi. Bringt so viele Haargummis an, bis ihr mit dem letzten an den Spitzen angekommen seid.
  3. Danach wiederholt ihr das Ganze auf der anderen Seite des Scheitels, damit ihr zwei in etwa gleich breite Bubble Braids auf beiden Seiten der Stirn habt.
  4. Zum Schluss zieht ihr jede „Bubble” zwischen den Haargummis noch etwas auseinander, damit sie voluminöser wirken.
  5. Die restlichen Längen könnt ihr glätten oder einfach in natürlichen Wellen locker fallen lassen.

 

Gekreppte Strähnen – der heißeste Look aus den 2000er-Jahren

Als Christina Aguilera 2002 das Musikvideo zu Dirrty veröffentlichte, wollten alle mit langen Haaren den Look sofort kopieren: Mini Braids zu einzelnen gekreppten Strähnen und schwarze Clip-in-Extentions zwischen den wasserstoffblonden Haaren. Der wilde Mix in der langen Mähne des Popstars war prägend für eine ganze Generation. Heute tragen wir den gekreppten Style auf das Wesentliche reduziert und sorgen für etwas Extra-Volumen in unseren Haaren.

So stylen wir gekrepptes Haar heute:

  1. Die trockenen Haare gründlich, aber vorsichtig entwirren und von Knoten befreien. Dann Hitzeschutz im kompletten Haar auftragen.
  2. Das Deckhaar abtrennen und zunächst mit einer großen Klammer locker aus dem Weg räumen, damit zunächst der Hinterkopf und die Seiten gestylt werden kann.
  3. Greift euch eine Haarsträhne. Wie dick oder dünn sie ist, ist zunächst egal. Legt den Ansatz zwischen das Kreppeisen und drückt kurz vorsichtig zu – nicht zu lange! Dann klappt ihr das Eisen wieder auf und drückt es weiter unten wieder zusammen. Das wiederholt ihr, bis die ganze Strähne gekreppt ist.
  4. Nun greift ihr euch immer wieder unterschiedlich dicke Haarsträhnen und verpasst ihnen ein Krepp-Styling.
  5. Die übrigen Haare dazwischen wickelt ihr um einen Lockenstab und legt sie in sanfte Wellen.
  6. Wenn ihr mit dem kompletten Kopf fertig seid, dann zieht ihr einen Zick-Zack-Scheitel. Ein Mittelscheitel sieht auch toll aus, falls euch der Zick-Zack-Look too much ist.

 

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