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Sie arbeitete für Spielberg und Tarantino

Die Film- und Fernsehwelt trauert: Star-Casterin Simone Bär stirbt mit nur 57 Jahren

  • Aktualisiert: 23.01.2023
  • 16:06
  • Philipp Taubert

Das Wichtigste in Kürze

  • Simone Bär starb im Alter von nur 57 Jahren.

  • Die deutsche Star-Casterin war für die Besetzung von Rollen verantwortlich.

  • Unter anderem wirkte sie an der deutschen Serie "DARK" und Quentin Tarantinos "Inglourious Bastards" mit.

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Simone Bär ist tot. Mit nur 57 Jahren schied die deutsche Casting-Direktorin aus dem Leben. In der Film- und Fernsehwelt trauern nun viele um ihre geliebte Kollegin. Auch international war ihr der Erfolg sicher.

Filmakedemie gab Todesmeldung bekannt

Wer auf der Suche nach den richtigen Schauspieler:innen für seinen Film oder seine Serie war, kam an ihren Namen nicht vorbei: Simone Bär machte sich einen Namen als erfolgreiche Star-Casterin. Wie die Deutsche Filmakademie mitteilte, ist die 57-Jährige in Berlin verstorben. Ihr Tod löste weltweit Bestürzung aus.

Die Liste ihrer beruflichen Stationen ist lang. In Hollywood war Simone Bär ebenso gefragt wie bei deutschen Produktionen. Sogar für den Film "Der Vorleser" von Produzentenlegende Quentin Tarantino suchte sie die passenden Schauspieler:innen für die Rollen aus. Auch die Produzenten der deutschen Serie "DARK" trauern um ihre ehemalige Casterin.

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Von Dailysoaps nach Hollywood

Simone Bär ist 1965 in Königs Wusterhausen zur Welt gekommen. Nach einer beschaulichen Kindheit und Jugend zog es sie schon früh in die Filmwelt. Mit zarten 25 Jahren gründete sie bereits ihre eigene Casting-Agentur! Die ersten Castings habe Bär anfangs sogar von zuhause aus geführt. Einer ihrer ersten Jobs: Testimonials für eine Orangensaft-Werbung suchen. 

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Später kamen auch Fernsehsender auf Simone Bär zu und fragten nach ihrer Expertise. Soaps wie "GZSZ" und "Verbotene Liebe" standen schon bald auf ihrem Arbeitsplan. Immer öfter klingelte das Telefon und auch Aufträge aus Hollywood trudelten bei Simone Bär ein! Steven Spielberg beauftragte die Castingdirektorin zum Beispiel für seinen Film "Gefährten".

"Einmaliges" Casting-Talent

Ihre Arbeit als Casting-Direktorin beschrieb Simone Bär in einem Podcast der Deutschen Filmakademie als äußerst spannend und nicht so, wie viele es sich vorstellen würden. Es würde weit mehr bedeuten als Vorschläge zu machen oder Listen zu schreiben. "Du vermenschlichst sozusagen ein Buch. Du erweckst es zum Leben", erzählt Simone Bär in dem Podcast. 

Zweifellos war sie als Casterin in Deutschland einmalig.

In einem berührenden Nachruf der Filmakademie wird an das Lebenswerk der verstorbenen Casterin erinnert. "Zweifellos war sie als Casterin in Deutschland einmalig", so der Regisseur und Co-Leiter der Deutschen Filmakademie Florian Gallenberger auf deren Internetseite.

Ihre Arbeit wird Simone Bär noch ein paar letzte Mal aufleben lassen. Nämlich dann, wenn Filmfans sich Trottas Werk über Schriftstellerin Ingeborg Bachmann oder auch Petzolds neuen Film "Roter Himmel" anschauen werden. Ihr Vermächtnis bleibt unsterblich, ihr Einfluss auf die Branche und Kolleg:innen auch.

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