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"Mit Reizgas und Messer"

Pitzi Müller: Der GNTM-Kandidat erlebte homophobe Gewalt

  • Aktualisiert: 15.02.2024
  • 19:25 Uhr
  • teleschau
Pitzi nimmt an der neuen GNTM-Staffel teil.
Pitzi nimmt an der neuen GNTM-Staffel teil.© ProSieben / Michael de Boer

Es ist unglaublich, aber leider wahr: Pitzi Müller (33), Star-Coiffeur aus Hamburg und Kandidat bei "Germany's Next Topmodel", wurde bereits zweimal Opfer homophober Gewalt. Er versteckt sich trotzdem nicht und appelliert an alle Bürger:innen: "Erhebt eure Stimme und steht gegen Gewalt und Diskriminierung ein!"

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"Mir fehlen wirklich nur noch die Worte! Ich bin erschüttert …": Der fassungslose Kommentar von Reality-TV-Star Lukas Witte stand stellvertretend für Hunderte von bestürzten, aber auch aufmunternden Nachrichten, die Pitzi Müller erhielt. Mit Lukas stand Pitzi vergangenes Jahr für die Datingshow "Charming Boys" vor der Kamera. Seit der Ausstrahlung Ende August - Lukas Witte gewann die 1. Staffel - ist Pitzi Müllers Leben noch bunter. Ab 15. Februar ist er als einer von zehn männlichen Kandidaten in der 19. Staffel von GNTM zu erleben.

Leider wurde sein Alltag aber auch gefährlicher: Pitzi Müller wurde Opfer homophober Gewalt - und das zweimal innerhalb weniger Wochen.

Überfall auf dem Weg nach Hause

"Leider müssen mein Partner und ich mitteilen, dass wir Anfang des Jahres erneut Opfer eines Angriffs wurden - mit Reizgas und einem Messer", teilte Pitzi vor wenigen Tagen seinen rund 3.000 Follower:innen auf Instagram mit. "Dieser Vorfall geschah, als wir nach meiner Arbeit nach Hause kamen. Wir hielten Abstand zu einer bekannten Tätergruppe, doch wurden plötzlich angegriffen. Mein Mann wurde durch ein Messer verletzt. Die Nachbarn halfen, die Polizei zu verständigen."

In seinem Instagram-Beitrag veröffentlichte Pitzi Bilder, die ihn mit vom Reizgas geröteten Augen zeigen, wie er auf einer Krankenliege ruht, und ein blutverschmiertes Autodach. Besonders eindringlich war als letzter beigefügter Teil ein Video: Darauf war nichts zu sehen, deutlich hört man aber die entsetzten, panischen und schmerzvollen Rufe eines Menschen, mutmaßlich die von Pitzis verletztem Partner.

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Pitzi wurde in seiner Wohnung zusammengeschlagen

In seiner Caption fuhr Pitzi fort: "Wir hoffen auf eine gerechte Strafe für den Täter. Ich möchte mit diesen Bildern aufklären und hoffe, dass zukünftig Verbrechen nicht im Dunkeln bleiben. Erhebt eure Stimme und steht gegen Gewalt und Diskriminierung ein! Danke für eure Anteilnahme!"

Besonders bitter: Es ist der zweite verabscheuungswürdige Überfall auf Pitzi innerhalb kürzester Zeit. Der Hair- und Make-up-Artist wurde bereits Ende November Opfer homophober Gewalt. Anfang Dezember postete er einen Beitrag mit erschütternden Bildern, die deutlich zeigen, welche Spuren der Überfall hinterließ, und schrieb dazu: "Mit großer Bestürzung und Entschlossenheit wende ich mich an euch, um über den schockierenden Vorfall zu berichten, der sich in meinem eigenen Zuhause ereignet hat. Ich wurde von zwei Männern brutal an meiner Tür attackiert und vor und in meiner Wohnung zusammengeschlagen."

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Pitzi Müllers Appell: Hass und Gewalt durch Solidarität überwinden

Pitzi machte klar, dass es bei seinen Posts nicht ums Jammern gehe, und das macht er auch nicht: Er will sich nicht unterkriegen lassen. Er erklärte: "Diese homophobe Tat darf nicht unbeachtet bleiben, und ich fühle die Verantwortung, meine Stimme zu erheben und auf diese schockierende Gewalttat aufmerksam zu machen. Es ist von größter Wichtigkeit, dass solche Übergriffe nicht im Dunkeln verbleiben, sondern öffentlich diskutiert werden, um Bewusstsein zu schaffen und allen weiteren Opfern Mut zu machen, ihre Stimme gegen Intoleranz und Gewalt zu erheben."

Pitzi schloss mit einem Appell: "Ich appelliere an unsere Gemeinschaft, zusammenzustehen und gegen Homophobie aktiv vorzugehen. Es ist an der Zeit, Hass und Gewalt durch Solidarität und Unterstützung zu überwinden. Meine Hoffnung liegt darin, dass diese Stellungnahme nicht nur meine persönliche Erfahrung beleuchtet, sondern auch als Aufruf dient, gemeinsam eine Gesellschaft zu schaffen, die von Respekt, Akzeptanz und Liebe geprägt ist."

  • Verwendete Quellen:
  • Instagram: Pitzi Müller
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