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Am 2. März wird sie 80 Jahre alt

Uschi Glas: Film-Produzenten wollten sie zur Hochzeit überreden

  • Aktualisiert: 05.03.2024
  • 09:15 Uhr
  • teleschau
Anlässlich ihres bevorstehenden Geburtstags schwelgt Uschi Glas in Erinnerungen.
Anlässlich ihres bevorstehenden Geburtstags schwelgt Uschi Glas in Erinnerungen.© 2023 Getty Images/Hannes Magerstaedt

Kaum zu glauben, aber wahr: Am 2. März feiert Uschi Glas ihren 80. Geburtstag. Zum "Runden" schenkte sich "das einstige Schätzchen der Nation" ein Buch, das es selbst über sich geschrieben hat. Und ihren Fans ein paar starke Enthüllungen.

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"Ein Schätzchen war ich nie" heißt die Autobiografie von Uschi Glas, die wenige Tage vor ihrem 80. Geburtstag erschien. Der Titel ist natürlich mehrdeutig. Denn eigentlich war Uschi Glas nach ihrem Durchbruch als "flotte Barbara" in "Zur Sache Schätzchen" (1968) das bewunderte, angehimmelte, verehrte Schätzchen einer ganzen Kino-Nation.

Übrigens: Uschi Glas wurde von einem Stalker verfolgt.

Andererseits aber war sie kein liebes Frauchen, das zu allem Ja und Amen sagte. Weder im Film, in dem sie auf einer Polizeiwache strippt, noch privat oder beim Arbeiten. Wenn überhaupt, dann war sie, wie sie im Interview mit "Bild" erzählte, das "widerspenstigste Schätzchen" der Welt.

Im Clip: Uschi Glas macht der Filmindustrie eine Ansage

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In der Schule wurde Uschi Glas gemobbt

"Ich hab mir nie den Mund verbieten lassen", erzählte Glas im Interview. Das durfte ihr Vater leidvoll erfahren, der sie des Öfteren wegen Widerrede beim Mittagessen "an den Katzentisch" verbannte, wie sich Glas erinnert. Und auch die Lehrer haderten gerne mit der Diskussionsfreudigkeit der Uschi. Im Interview sagte sie: "Diesen Rat gebe ich jüngeren Frauen und Kolleginnen: Stellt euch stärker auf eure Hinterbeine, diskutiert, hinterfragt und sagt genau, was ihr wollt und was nicht. Frauen neigen immer noch dazu, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen und sich Männern anzupassen."

Glas zeigte sich früh hart im Nehmen. In der Schule wurde sie - das dunkelhaarige, evangelische Mädchen mit dem dunklen Teint - auf dem mehrheitlich katholisches Land in Bayern als "evangelisches Negerlein" beschimpft. Aber das Mobbing machte sie nur stärker. "Ich sagte mir: jetzt erst recht! Euch zeig ich's!"

Uschi Glas lehnte Nacktszenen konsequent ab

Diese Stärke und Konsequenz zeigte sie auch, als es bei "Zur Sache Schätzchen" zur Sache ging. Die Hüllen sollten fallen, alle. Uschi sagte nein. "Als ich mich nackt ausziehen sollte, lehnte ich das strikt ab und machte den Vorschlag, stattdessen die weiße Corsage zu tragen. May Spils, die Regisseurin, fand das gut." So wurde eine der legendärsten Szenen des deutschen Kinos geboren, andererseits kostete Uschis hartnäckige "Zugeknöpftheit" auch einiges. "Bild" gestand sie:

Viele Rollen habe ich nicht bekommen, weil ich mich weigerte, mich nackt auszuziehen.

Uschi Glas, Februar 2024

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Uschi Glas schlug "wahnsinnig hohes" Angebot des "Playboy" aus

Aber sie blieb hartnäckig, weil sie überzeugt war. "Ich liebe meinen Beruf. Aber in erster Linie bin ich Privatmensch und muss abends in den Spiegel blicken können. Ansonsten wäre ich niemals wieder glücklich mit mir selbst geworden. Dieses Risiko war mir zu groß. Darum habe ich auf eine internationale Karriere verzichtet. Ich habe von Anfang an auf mein Bauchgefühl gehört - und das tue ich bis heute."

Das tat sie auch, als der "Playboy" anrief. Mehrfach. Glas: "Immer wieder, irgendwann gaben sie auf." Ende der 1960er Jahre, auf dem Höhepunkt nach dem "Schätzchen"-Rummel, habe das Männermagazin "eine wahnsinnig hohe Summe für Nacktfotos" geboten. Erfolglos.

So erfolglos, wie die Filmproduzenten sie Mitte der 1970er Jahre zu einer Hochzeit überreden wollten. Glas brachte im April 1976, mit 31, ihr erstes Kind Benjamin zur Welt. Lebte aber mit ihrem Lebensgefährten Ben Tewaag in "wilder Ehe", was einigen Arbeitgebern ein heftiger Dorn im Auge war.

Uschi Glas widersetzte sich den Filmproduzenten

"Je heftiger der Druck von Filmproduzenten wurde, mein Sauberfrau-Image würde mit einem unehelichen Kind leiden, desto trotziger ignorierte ich das", erzählte Uschi Glas der "Bild". Sie und Ben heirateten erst Jahre später - "als wir es wollten." Glas sagte im Interview, und das ist so etwas wie ihr Lebensmotto:

Ich bin mir immer treu geblieben.

Uschi Glas, Februar 2024

  • Verwendete Quellen:
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