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Trend Foodporn

Folge 8 Staffel 2015

Sündigen erlaubt! In den sozialen Netzwerken und auf zahlreichen Foodblogs tummeln sich derzeit Bilder von Burgern und Co. Doch was steckt hinter diesem kulinarischen Fototrend?

09.01.2015 19:05 | 10:59 Min | © ProSieben

Foodporn – Was steckt hinter dem Hype um fotografiertes Essen?

Pornöses Essen? Foodporn ist der neue Trend, der sich in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer ausbreitet. In Szene gesetzte Burger, sorgsam aufgereihte Zutaten und liebevoll angerichtete Frühstücksteller – Fotos von Essen sind von Instagram, Facebook & Co. nicht mehr wegzudenken. Aber worum genau geht es beim Foodporn eigentlich und warum scheint der Hype um fotografiertes Essen immer mehr Anhänger für sich zu gewinnen? Wir haben Infos für euch und geben euch Tipps, wie auch ihr euer Essen in den sozialen Medien ins rechte Licht rücken könnt.

Foodporn
© Pexels / CC0 Lizenz

Food-Fotografie: Worum geht’s beim Foodporn?

Im Grunde geht es darum, andere an seinem Essen teilhaben zu lassen. Vor dem ersten Bissen noch schnell ein Foto und hoch damit ins weltweite Netz. Natürlich darf es da nicht ein Nullachtfünfzehn-Gericht sein, sondern vor allem optisch mächtig was hermachen. Hochwertige Zutaten und eine ästhetische Inszenierung sind das A und O – schließlich will man anderen imponieren und sie vielleicht auch ein bisschen neidisch machen. Wie ihr schon im Video gesehen habt, geht es nicht darum, Kalorien zu zählen oder der Welt zu zeigen, wie gesund man lebt. Sündigen ist ausdrücklich erlaubt – und manchmal sogar ein Muss, z. B. wenn dünne Models den Magersuchtsvorwürfen durch Bilder mit Burger im Mund den Kampf ansagen. Man findet auch Foodporn Anleitungen zur Inspiration.

Wo findet man Foodporn?

Das Phänomen findet man hauptsächlich im Internet. Genauer: in den sozialen Medien und in Blogs. Denn hier erreicht man natürlich mehr Menschen mit seinen Schnappschüssen, als wenn man das Bild ins Fotoalbum klebt. Zusätzlich sorgen Hashtags dafür, dass nicht nur die eigenen Freunde, sondern prinzipiell jeder Interessierte das Foto sehen kann. Aber Foodporn ist auch in immer mehr Restaurants zu finden: Die Betreiber wissen längst, dass das Auge mitisst und legen immer mehr Wert auf eine ästhetische Optik der Gerichte. Da freut sich nicht nur der Gast. Im besten Falle gibt es gleich auch ein bisschen Werbung fürs eigene Lokal: Nämlich dann, wenn jemand ein Foto schießt und es mit dem Namen des Lokals bei Instagram oder Facebook hochlädt. Der Kult um Foodporn ist inzwischen sogar so groß, dass sich eine ganze Website nur mit diesem Thema beschäftigt: Wie im Video berichtet, werden auf der Seite foodpornindex.com Hashtags zu Foodporn-Themen gezählt und ausgewertet.

foodporn
© pexels / CC0 Lizenz

Mitmachen beim Foodporn-Trend: So setzt ihr euer Essen in Szene

Gutes Essen wird erst dann zum Foodporn, wenn es auf Fotos festgehalten wird. Damit ihr den Geschmacksorgasmus digital festhalten könnt, haben wir ein paar Tipps für euch, wie die perfekte Food-Fotografie gelingt:

- Wenn ihr selbst kocht: Verwendet hochwertige Zutaten – das sieht man auch auf Fotos!

- Kamera: Wer professionelle Fotos schießen will, kann mit einer guten Kamera mit den richtigen Objektiven die besten Ergebnisse erzielen. Vor allem kleine Blenden eignen sich, um schöne Schärfe-Unschärfe-Kontraste herauszuarbeiten. Wer nur gelegentlich ein Foto vom Essen posten will, kann auf die gängigen Apps und Bildbearbeitungsprogramme zurückgreifen.

Winkel: Welcher Winkel der richtige ist, entscheidet auch das Essen: Ein Burger macht von oben nicht besonders viel her, während eine leckere Pasta von der Seite schlecht zur Geltung kommt.

Licht: Damit Fotos scharf und kontrastreich werden können, ist ausreichend Licht notwendig. Am besten fotografiert ihr seitlich zum Fenster, dann blendet weder das helle Sonnenlicht, noch wirft das Gericht zu große Schatten.

Untergrund: Damit das Essen so richtig im Fokus liegt, muss es nicht immer der weiße Keramikteller sein. Ob Holzbrettchen, Fliesen oder auch eine Obstkiste – probiert es einfach mal aus!

Hintergrund: Das Gericht steht im Mittelpunkt. Da braucht es keine aufwendige Deko, die ihm die Show stiehlt. Weiche Kontraste zum Hintergrund und schönes Besteck reichen in der Regel aus. Steht ihr auf mehr Dekoration, verteilt einfach noch die übrig gebliebenen Zutaten – natürlich hübsch arrangiert – um euer Gericht.