Naomie Harris: Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin

Naomie Harris wurde für ihre Darstellung in „Moonlight“ für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert. Wie stehen ihre Oscar-Chancen? Die Oscars 2017 -  live auf ProSieben und auf ProSieben.de!

Oscar-Nominierung für Naomie Harris in „ Moonlight

Die Nominierungen für die Academy Awards haben bereits jetzt Oscar-Geschichte geschrieben und für Schlagzeilen gesorgt, da noch nie so viele farbige Künstler und Filme nominiert wurden. Allen voran das Drama „Moonlight“, in dem es um die Geschichte eines jungen, homosexuellen, afroamerikanischen Mannes geht. Der Film wurde in insgesamt acht Kategorien für einen Oscar nominiert, darunter in den wichtigen Kategorien „Bester Film“ und „Bester Regisseur“. Auch die britische Schauspielerin mit jamaikanischen Wurzeln Naomie Harris wurde für einen Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert.

Naomie Harris: Wird sie den Oscar mit nach Hause nehmen? ©WENN.com
Naomie Harris: Wird sie den Oscar mit nach Hause nehmen? ©WENN.com © FayesVision/WENN.com

Naomie Harris – ihre Filme und Erfolge

Naomie Harris hat ihre Karriere im Filmbusiness schon früh begonnen: Als Tochter der Drehbuchautorin Lisselle Kayla ist sie bereits als Kind mit Film und Theater in Berührung gekommen und stand bereits 1987 mit 11 Jahren für die Fernsehserie „Simon and the Witch“ vor der Kamera. Es folgten weitere Auftritte in Fernsehserien, bis sie schließlich zunächst Sozial- und Politikwissenschaften in Cambridge studierte und anschließend eine Ausbildung zur Schauspielerin absolvierte. 2002 gelang ihr der Durchbruch mit dem Endzeit-Thriller „28 Days Later“ von Kult-Regisseur Danny Boyle. Es folgten Kassenschlager wie „ Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 “ und 2007 „ Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt “ neben Weltstar Johnny Depp . 2012 sorgte Naomie Harris für Schlagzeilen, als sie in „ James Bond 007: Skyfall “ mit Daniel Craig als erste Farbige die Rolle der Miss Moneypenny übernimmt: Anders als in alten Bond-Klassikern spielt Miss Moneypenny hier aber nicht die Rolle der passiven Sekretärin, sondern ist aktiv an Einsätzen beteiligt. 2015 folgte ein weiterer Einsatz in „ James Bond 007: Spectre “. Ihre Rollen in Abenteuer- und Action-Filmen sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Naomie Harris eine starke Charakterdarstellerin ist. Dieses Talent konnte sie zuletzt in dem gefeierten Drama „Moonlight“ unter Beweis stellen.

Naomie Harris überzeugt in „Moonlight“ als Drogenabhängige

Naomie Harris spielt im Filmdrama „Moonlight“ unter der Regie von Barry Jenkins Paula, die Mutter der Hauptfigur Chiron. Da sie cracksüchtig ist, hat sie maßgeblichen Einfluss auf das Leben und die Probleme von Chiron, der ihr auch dann nicht vergeben kann, als sie einen Entzug macht. Die Rolle der drogenabhängigen Mutter stellte für Naomie Harris auf vielen Ebenen eine große Herausforderung dar: Ihre Szenen mussten innerhalb von drei Tagen gedreht werden, da der britischen Schauspielerin nur ein Arbeitsvisum für wenige Tage ausgestellt wurde. Weitere Besonderheiten liegen im Charakter der Figur: Die Schauspielerin selbst trinkt und raucht nicht, sodass sie zur Vorbereitung auf die Rolle zunächst das Leben suchtkranker Menschen kennenlernen musste. Außerdem ist die britische Schauspielerin nicht in Amerika, sondern in London aufgewachsen. Aber Regisseur Jenkins lobte ihre überzeugende Darstellung und erklärte, sie habe gespielt, als sei sie in den amerikanischen Hoods aufgewachsen. Ein weiteres großes Lob vom Regisseur: Sie habe ihn an seine eigene Mutter erinnert, die als Vorbild für die Rolle der Paula diente. Großes Lob also vom Regisseur des Films, aber auch Kritiker sind sich einig, dass die Darstellung der drogenabhängigen Mutter Naomie Harris einen Oscar einbringen könnte.

"Moonlight" ist für 8 Oscars nominiert!
"Moonlight" ist für 8 Oscars nominiert! © Joe/WENN.com

Welche Chancen hat Naomie Harris bei der Oscar-Verleihung ?

Die Chancen für Naomie Harris auf einen Oscar stehen nicht schlecht: Das Drama „Moonlight“ wird von Kritikern gefeiert und in ganzen acht Kategorien für einen Oscar nominiert, darunter als bester Film und Barry Jenkins als bester Regisseur. Auch der Co-Star Mahershala Ali, der in „Moonlight“ den kubanischen Einwanderer und Drogenhändler Juan spielt, hat eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller erhalten. Ein weiteres positives Vorzeichen: „Moonlight“ wurde bereits mit einem Golden Globe als bester Film ausgezeichnet – die Chancen auf weitere Auszeichnungen stehen also nicht schlecht. Ob Naomi Harris für ihre Darstellung der Junkie-Mutter Paula aber tatsächlich einen Oscar erhalten wird, muss sich bei der Preisverleihung am 26. Februar 2017 zeigen.

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