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Weihnachtskekse

Roher Plätzchenteig: Ist es wirklich gefährlich, davon zu naschen?

  • Veröffentlicht: 15.12.2023
  • 15:00 Uhr
  • Julia Wolfer
Plätzchenteig kann schädliche Keime enthalten - darum solltest du ihn besser nicht roh essen.
Plätzchenteig kann schädliche Keime enthalten - darum solltest du ihn besser nicht roh essen.© Imago Images / Bihlmayerfotografie

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit! Naschen solltest du aber erst, wenn das Gebäck aus dem Ofen kommt - denn rohen Teig zu essen, ist keine gute Idee. Das liegt nicht nur an den rohen Eiern.

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Das Wichtigste zu rohem Plätzchenteig in Kürze

  • Der Verzehr von rohem Teig birgt ein potenzielles Gesundheitsrisiko. Durch rohe Eier können Salmonellen in den Plätzchenteig geraten.

  • Auch von rohem Mehl im Teig geht ein Risiko aus: Es kann krankmachende Kolibakterien enthalten.

  • Beide Erreger können Durchfallerkrankungen und schwerwiegende Komplikationen verursachen.

  • Auch die Backtriebmittel Hefe und Backpulver sollten nicht roh verzehrt werden. Sie können Krämpfe und schmerzhafte Blähungen auslösen.

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Umgang mit rohem Teig: Darauf solltest du achten

Roher Plätzchenteig kann krankmachende Keime enthalten. Naschen solltest du von rohem Teig daher besser nicht. Um das Risiko einer Infektion zu verringern, gibt es im Umgang mit rohem Teig einiges zu beachten. Wenn du diese Tipps beherzigst, steht der Freude an der Weihnachtsbäckerei nichts mehr im Wege.

  • Erst durch Backen, Schmoren und Frittieren werden krankmachenden Keime abgetötet. Die Kerntemperatur des Gebäcks sollte für mindestens zwei Minuten mindestens 70 Grad betragen.
  • Bleibt roher Teig übrig, solltest du ihn im Kühlschrank - mit etwas Abstand zu anderen Lebensmitteln - aufbewahren.
  • Plätzchenteig sollte generell nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln kommen, die direkt verzehrt werden. Sonst können die Keime auf andere Lebensmittel übertragen werden.
  • Flächen, Gegenstände und deine Hände solltest du nach dem Kontakt mit rohem Teig gründlich mit Spülmittel oder Seife und warmen Wasser reinigen und abtrocknen.
  • Auch nach dem Aufschlagen der Eier solltest du deine Hände immer gründlich mit Wasser und Seife waschen.
  • Verwende möglichst frische Eier für den Teig. Je älter ein Ei ist, desto höher ist die Salmonellengefahr.
  • Eierschale sollte möglichst nicht in den Teig fallen. Auch das Ei-Innere sollte beim Aufschlagen wenig Kontakt mit der Eierschale haben. Das kann das Kontaminationsrisiko erhöhen.
  • Die Eier vorher zu waschen bringt nichts. Im Gegenteil: Durch Wasserspritzer können die Salmonellen in der Küche verteilt werden.

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Salmonellen

Ein bekannter Risikofaktor bei rohem Plätzchenteig sind Salmonellen. Die Bakterien leben vor allem im Darm von Tieren und können über den Kot von Hühnern auch aufs und ins Ei gelangen - und damit auch in den Plätzchenteig.

Generell wird vom rohen Verzehr von Eiern und Produkten, die rohe Eier enthalten, abgeraten. Das gilt auch für rohen Plätzchenteig. Zwar sind Salmonellen-Infektionen durch Eier in Deutschland selten geworden, vernachlässigen sollte man das Risiko aber nicht. Denn die Folgen einer Infektion können schwerwiegend sein.

Salmonellen verursachen beim Menschen eine starke Darmentzündung mit krampfartigen Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen, Fieber und Erbrechen. Meist verläuft die Infektion mild. In seltenen Fällen kann sich die Infektion vom Darm jedoch auf andere Organe ausbreiten und im schlimmsten Fall tödlich enden.

Insbesondere ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und Kinder sind von schweren Verläufen betroffen. Sie sollten bei rohem Plätzchenteig besonders vorsichtig sein und nicht davon naschen.

Kolibakterien (STEC)

Auch das Mehl im Plätzchenteig kann gesundheitsschädliche Keime enthalten. Getreide kann durch Düngemittel oder Kot mit giftbildende Kolibakterien, sogenannte Shigatoxin-bildende Escherichia coli (kurz STEC), verunreinigt werden.

Da das Getreide nur gemahlen, aber nicht erhitzt wird, landen die Erreger auch im Mehl. Das konnten US-Wissenschaftler:innen in einer Studie nachweisen. Auch in Fertigteigen und Backmischungen wurden bereits STEC gefunden.

Die Erreger können beim Menschen schwere Durchfallerkrankungen und Bauchkrämpfe auslösen und im schlimmsten Fall zu Nierenversagen führen. Vor allem bei Säuglingen, Kindern, älteren und abwehrgeschwächten Personen verlaufen Infektionen mit krankmachenden Kolibakterien häufig schwer.

In Deutschland gab es bislang zwar noch keinen bestätigten Fall, bei dem sich ein Mensch über Mehl mit gefährlichen Kolibakterien infiziert hat. Dennoch warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor dem Verzehr von rohem Mehl und rohem Teig.

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Hefe und Backpulver

Hefe oder Backpulver lassen den Teig aufgehen. Durch Zusatz der Backtriebmittel entsteht Kohlendioxid, welches den Teig luftiger und lockerer macht.

Roh verzehrt entsteht das Kohlendioxid im Darm. Das kann zu Blähungen und Krämpfen führen. Die Symptome sind zwar nicht lebensgefährlich, können aber schmerzhaft und sehr unangenehm sein.

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