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ADAC-Stichprobe

Tanken abseits der Autobahn knapp 40 Cent billiger

  • Aktualisiert: 27.06.2024
  • 17:31 Uhr
  • Rebecca Rudolph

Hinter der nächsten Autobahn-Ausfahrt ist das Tanken oft deutlich günstiger. Eine aktuelle Untersuchung des ADAC bestätigt diese altbekannte Regel für Autofahrer:innen. Pro Tankfüllung kann man schnell bis zu 20 Euro sparen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wer an der Autobahnraststätte tankt, zahlt nach Angaben des ADAC häufig deutlich mehr.

  • In der Spitze der Untersuchung ermittelte der ADAC Preisunterschiede von bis zu 54 Cent bei Benzin und 50 Cent bei Diesel.

  • Der ADAC rät außerdem dazu, lieber abends zu tanken.

Wer in der anstehenden Sommerreisesaison an der Autobahn tankt, zahlt häufig drauf. Das ergab eine ADAC-Stichprobe. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) gab am Donnerstag (27. Juni) bekannt, dass ein Preisvergleich von Autobahntankstellen und den Tankstellen hinter der jeweils nächsten Ausfahrt bei Super E10 einen durchschnittlichen Preisunterschied von 39 Cent ergeben hat. Bei Diesel lag der Preisunterschied bei 38 Cent.

Abfahren von der Autobahn lohnt sich quasi immer

In der Spitze der Untersuchung, die 40 Tankstellenpaare entlang großer Autobahnen umfasste, ermittelte der ADAC Preisunterschiede von bis zu 54 Cent bei Benzin und 50 Cent bei Diesel. Damit sind die Differenzen geringer als vor einem Jahr, als die höchsten Unterschiede bei 70 Cent lagen. Die durchschnittlichen Preisunterschiede waren 2023 jedoch ähnlich groß wie heute: mit 42 Cent bei Benzin und 36 Cent bei Diesel.

"Das Phänomen, dass Autobahntankstellen unverhältnismäßig hohe Spritpreise verlangen, gibt es seit Langem", kritisiert der Leiter des Ressorts Verkehr beim ADAC, Stefan Gerwens, laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa): "Aus Sicht des ADAC sind derart hohe Aufschläge nicht zu rechtfertigen." Er rät Autofahrer:innen, von der Autobahn abzufahren. Wie der Verkehrsclub berichtete, lohne sich ein kurzer Umweg praktisch immer.

Im Video: Sommerferien-Start - Tanken im Ausland billiger

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Spritpreise steigen pünktlich zur Sommerreisezeit

Nach wochenlange Rückgang sind die Spritpreise zuletzt wieder gestiegen - etwa zeitgleich mit dem Beginn der Sommerreisezeit in den ersten Bundesländern. Das ist vermutlich eher Zufall: Denn nicht nur Benzin, sondern auch Diesel ist teurer geworden - eine Kraftstoffsorte, die deutlich mehr von gewerblichen Kunden nachgefragt wird, im Gegensatz zum überwiegend von Privatpersonen getankten Benzin.

Der ADAC rät nicht nur dazu, zum Tanken die Autobahn zu verlassen, sondern auch, lieber abends zu tanken. Dann sind beide Kraftstoffe in der Regel einige Cent billiger als am Morgen. Wer abends zwischen 18 und 22 Uhr tankt, spare bis zu 10 Cent pro Liter. 

Die in der Stichprobe festgestellten Preisdifferenzen sind in keiner Weise nachvollziehbar und zu rechtfertigen. Deshalb empfehlen wir, die Autobahn zum Tanken zu verlassen oder vor der Fahrt an einer günstigen Tankstelle zur richtigen Zeit zu tanken. Da können die Autofahrenden nicht nur viel Geld sparen, sondern auch den Konkurrenzdruck auf die teuren Tankstellen erhöhen.

ADAC-Sprecher Mirco Hillmann

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  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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