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Kaufmännische Krankenkasse

Adipositas-Studie: Zahl der fettleibigen Menschen massiv angestiegen

  • Veröffentlicht: 09.11.2023
  • 10:34 Uhr
  • Clarissa Yigit
Bald jeder neunte Deutsche ist zu dick.
Bald jeder neunte Deutsche ist zu dick.© Foto: Jan Woitas/dpa

Eine aktuelle Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt, dass die Krankheit Adipositas (Fettleibigkeit) sich in Deutschland immer mehr verbreitet.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Deutschen nehmen immer mehr zu.

  • Dies ergab eine Studie der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

  • Insbesondere die Männer in Deutschland werden immer dicker.

Die Deutschen werden immer dicker. So wurde bereits bei jedem neunten Bundesbürger eine Adipositas (Fettleibigkeit) diagnostiziert. Dies wird aus einer aktuellen Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse ersichtlich, berichtet NTV.

So sei in der Zeit von 2012 bis 2022 die Zahl der schwer Übergewichtigen um etwa 30,3 Prozent gestiegen. Dies entspreche etwa einem Drittel der deutschen Bevölkerung.

Allerdings gehe die Deutsche Adipositas-Gesellschaft sogar davon aus, dass ein Viertel aller Deutschen unter einem krankhaften Übergewicht leiden, das allerdings nicht bei jedem Betroffenen von einer Ärztin oder einem Arzt bestätigt wurde.

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Immer mehr dicke Männer

Circa 188.000 KKH-Versicherte (rund elf Prozent) erhielten im Jahr 2022 die Diagnose Fettleibigkeit.

Vor allem sei die Zahl extrem dicker junger Männer im Alter von 25 bis 34 Jahren gestiegen, schreibt NTV weiter. Hier sei die Zahl der Betroffenen um rund zwei Drittel gestiegen. Demnach seien knapp 69 Prozent der Adipositaspatienten zwischen 25 und 29 Jahren alt und 66 Prozent zwischen 30 und 34 Jahren. Zudem habe es in den vergangenen zehn Jahren unter den Männern die stärkste prozentuale Zunahme gegeben – obwohl das Geschlechterverhältnis insgesamt mit rund 117.000 Frauen und rund 71.000 Männern unausgewogen sei.

Bei über 90-jährigen Männern sei es sogar zu einer Verdopplung (97,8 Prozent) der Betroffenen gekommen. Allerdings ließe sich dieses Phänomen damit klären, dass es in dieser ältesten Altersgruppe insgesamt demografisch deutlich weniger Menschen gebe. Somit fielen auch die Fallzahlen geringer und die prozentualen Verschiebungen automatisch stärker aus, schreibt NTV und beruft sich dabei auf eine Erläuterung der KKH.

Mit 65,5 Prozent war demnach auch bei den Frauen mit Adipositas in dieser Altersgruppe der Anstieg am höchsten.

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Zunahme von Adipositas bei Frauen und Männern

  • Frauen aller Altersklassen: Plus 26 Prozent
  • Männer aller Altersklassen: Plus 41 Prozent
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Gründe für die steigende Zahl an Menschen mit Adipositas

"Oftmals wird zu häufig, zu viel und zu schnell gegessen, sei es wegen eines fehlenden Sättigungsempfindens, aus Frust und Einsamkeit, wegen Stress, Problemen oder auch aus Langeweile", zitiert NTV die KKH-Ernährungswissenschaftlerin Anja Luci.

Weshalb es allerdings zu solch einem unterschiedlich starken Anstieg bei den Geschlechtern kommt, lasse sich aus der Auswertung nicht ableiten.

Was ist Adipositas?

Adipositas ist eine chronische Krankheit, erklärt die Deutsche Adipositas-Gesellschaft. Die Krankheit zähle zur Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung, bei der eine Vermehrung des Körperfetts stattfinde.

Betroffene haben dabei einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 und mehr. "Der BMI ist der Quotient aus Gewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m2)", so die Deutsche Adipositas-Gesellschaft. Aber auch das Alter spiele eine Rolle, da sich im zunehmenden Alter das Normalgewicht verschiebe, ergänzt NTV abschließend.

  • Verwendete Quellen:
  • Deutsche Adipositas-Gesellschaft: "DEFINITION VON ÜBERGEWICHT UND ADIPOSITAS"
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