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"Infektion mit unklarer Substanz"

Ärzte stellen Injektion bei Chrupalla fest - toxikologisches Screening negativ

  • Veröffentlicht: 06.10.2023
  • 14:46 Uhr
  • Lena Glöckner
Einem Medienbericht zufolge gab es bei Tino Chrupalla eine "intramuskuläre Injektion".
Einem Medienbericht zufolge gab es bei Tino Chrupalla eine "intramuskuläre Injektion".© Bernd von Jutrczenka/dpa

AfD-Chef Tino Chrupalla wird während einer Wahlkampfveranstaltung ins Krankenhaus gebracht - die AfD spricht von einem "tätlichen Vorfall". Einem Medienbericht zufolge gab es Spuren einer Injektion.

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Nach einem Vorfall bei einer Wahlkampfveranstaltung mit AfD-Chef Tino Chrupalla in Oberbayern werden die Ermittlungen der Polizei laut einem Sprecher noch mehrere Tage dauern. Ergebnisse von Chrupallas Blutproben und den Tests an seiner Kleidung würden diese Woche wohl nicht mehr vorliegen, sagte der Polizeisprecher. "Es werden auch noch weitere Zeugen vernommen. Nach dem Vorfall haben wir eine Vielzahl von Personalien aufgenommen."

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Staatsanwaltschaft ermittelt zu AfD-Chef Chrupalla: Wohl keine Spritze gefunden

Einem Medienbericht zufolge liegen derweil erste Details zur Krankenhaus-Diagnose von AfD-Parteichef Tino Chrupalla vor. Wie die Zeitung "Junge Freiheit" am Freitag (6. Oktober) berichtete, ist in einem Entlassbrief des Klinikums Ingolstadt von einer "intramuskulären Injektion" die Rede.

Toxikologisches Screening negativ

An anderer Stelle schreiben die Ärzte aber von einer "Infektion mit unklarer Substanz", wie aus dem Dokument hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur von Chrupallas Büro zur Einsicht zur Verfügung gestellt wurde. Das toxikologische Screening im Krankenhaus verlief demnach negativ. Das Ergebnis einer kriminaltechnischen Analyse von Chrupallas Blut stand am Freitag noch aus.

Auch ein "Nadelstich" im rechten Oberarm wird in dem Schreiben beim Befund zur körperlichen Untersuchung des AfD-Chefs erwähnt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Ingolstadt konnte die Angaben am Freitag zunächst nicht bestätigen.

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Polizei sah keine Hinweise auf Angriff

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten am Donnerstag mitgeteilt, es lägen "keinerlei Erkenntnisse vor, dass Herr Chrupalla angegangen oder angegriffen wurde". Bei der Veranstaltung hätten nach ersten Erkenntnissen "mehrere Personen Selfies mit Herrn Chrupalla gefertigt, bei denen es zu einem leichten Körperkontakt kam". Dennoch leitete die Staatsanwaltschaft Ingolstadt Ermittlungen wegen eines Anfangsverdachts auf Körperverletzung ein - zunächst ohne konkrete Verdächtige. 

Die AfD-Bundesgeschäftsstelle hatte zuvor von einem "tätlichen Vorfall" gesprochen, ein Sprecher von Chrupallas Büro von einer "Einstichstelle". Polizei und Staatsanwaltschaft teilten dagegen nur mit, an Chrupallas Oberarm sei eine "oberflächliche Rötung bzw. Schwellung" festgestellt worden.

Chrupalla war nach Angaben der Bundespartei vom Donnerstag wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Er werde sich in "weiterführende ärztliche Behandlung begeben". Alle geplanten Wahlkampftermine in Bayern seien abgesagt worden.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
:newstime
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