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Mit Australien und Großbritannien

Atom-U-Boote gegen China: USA bauen Flotte im Indopazifik auf

  • Aktualisiert: 14.03.2023
  • 12:08
  • Joachim Vonderthann
Die USA, Australien und Großbritannien bauen eine Atom-U-Boot-Flotte im Indopazifik auf.
Die USA, Australien und Großbritannien bauen eine Atom-U-Boot-Flotte im Indopazifik auf.© Evan Vucci/AP/dpa

Chinas Machtstreben im indopazifischen Raum beunruhigt die Region zunehmend. Die USA, Australien und Großbritannien wollen die militärische Abschreckung mit dem Ausbau einer Atom-U-Bootflotte hochfahren. Jetzt kündigten sie Details an.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA wollen Chinas Machtstreben im Indopazifik etwas entgegensetzen.

  • Gemeinsam mit Australien und Großbritannien wurden nun Details zum Aufbau einer Atom-U-Bootflotte bekannt gegeben. 

  • US-Präsident Biden betont aber, dass die U-Boote keine Atomwaffen an Bord haben werden.

Im Video: China will massiv aufrüsten

Es ist ein gemeinsames Zeichen gegen das Machtstreben Chinas im Indopazifik: Die USA, Großbritannien und Australien treiben ihre Pläne zum Aufbau einer nuklearbetriebenen U-Bootflotte voran. US-Präsident Joe Biden und die Regierungschefs von Großbritannien und Australien, Rishi Sunak und Anthony Albanese, verkündeten am Montag (13. März) bei einem Treffen in San Diego einen konkreten Zeitplan, um Australien mit Atom-U-Booten auszustatten und so die militärische Abschreckung im indopazifischen Raum zu stärken.

Atom-U-Boote gegen Chinas Machtstreben

Das allgemeine Ziel hatten die drei Staaten bereits vor 18 Monaten ausgegeben - nun stellten sie die Details für das milliardenschwere Großprojekt vor. In den kommenden Jahren sind demnach zunächst gemeinsame Übungen geplant sowie die Ausbildung von australischen Seeleuten, Ingenieuren und Technikern an U-Booten mit Atomantrieb.

Amerikanische und britische U-Boote sollen verstärkt Häfen in Australien anlaufen und australische Seeleute in U-Boot-Einheiten der USA und Großbritanniens eingebunden werden. Ab 2027 sollen dann rotierende U-Boot-Einheiten der USA und Großbritanniens in Australien stationiert werden.

Sobald die Australier entsprechend ausgebildet seien, würden sie eine eigene U-Bootflotte mit Atomantrieb aufbauen, hieß es weiter. Australien soll dazu zunächst von den USA drei konventionell bewaffnete U-Boote mit Atomantrieb kaufen - mit der Option, bei Bedarf zwei weitere zu erwerben. Langfristig wollen die drei Länder schließlich ein neues U-Boot-Modell entwickeln und herstellen, das amerikanische, britische und australische Technik vereint. Dies solle ab den späten 2030er Jahren zunächst in Großbritannien gebaut werden und ab den 2040er Jahren auch in Australien selbst.

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Biden: Boote haben keine Atomwaffen

Biden bezeichnete die Sicherheitsallianz als "kraftvolle Einheit". Der US-Präsident betonte bei dem Treffen in einem Militärhafen in San Diego an der Westküste der USA, der U-Boot-Pakt habe nichts mit Atomwaffen zu tun. "Diese U-Boote sind nuklear angetrieben, nicht nuklear bewaffnet", sagte er. "Diese Boote werden keinerlei Atomwaffen an Bord haben." Der Atomantrieb sei erprobt und sicher. Die USA und Großbritannien nutzten ihn seit fast 70 Jahren, und die U-Boote beider Länder hätten ohne Zwischenfälle den gesamten Globus umrundet. Die Technologie werde nun mit Australien geteilt.

Die USA, Großbritannien und Australien hatten ihr Sicherheitsbündnis mit dem Namen Aukus im September 2021 ins Leben gerufen. Der Name ergibt sich aus den englischen Abkürzungen der drei Länder (AUS, UK und USA). Sicherheitsexperten sehen die Allianz und ihr Projekt vor allem als Versuch, dem zunehmenden Machtstreben Chinas im Indopazifik etwas entgegenzusetzen - auch wenn die drei Länder versichern, ihr Bündnis richte sich keineswegs gegen ein bestimmtes Land.

Der Aukus-Pakt hatte bei der Vorstellung 2021 auch in Europa für Wirbel gesorgt. Frankreich war erzürnt gewesen, weil mit Aukus ein 56 Milliarden Euro schwerer Vertrag zur Lieferung französischer U-Boote an Australien platzte.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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