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Reparieren statt wegwerfen

Bis zu 200 Euro Reparaturbonus in Österreich: Ein Vorbild für Deutschland?

  • Veröffentlicht: 17.01.2024
  • 16:51 Uhr
  • Jessica Steffens
Reparieren oder Wegschmeißen? Staatliche Förderung könnte bei der Entscheidung helfen.
Reparieren oder Wegschmeißen? Staatliche Förderung könnte bei der Entscheidung helfen.© penyushkin - stock.adobe.com

Waschmaschine, Handy oder Staubsauger funktionieren nicht mehr - und eine Reparatur ist viel zu teuer? Für die meisten bedeutet das: wegwerfen und neu kaufen. Mit dem "Reparaturbonus" hat die österreichische Regierung eine Alternative gefunden.

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Bis zu 200 Euro Reparaturbonus können Österreicher:innen für defekte elektrische Geräte beim Staat beantragen. Seit Mai 2022 können Kund:innen einen Reparaturbon online erstellen lassen und damit Rechnungen für eine Reparatur bezahlen. Danach bekommt man 50 Prozent der Rechnung oder maximal 200 Euro zurückerstattet, je nachdem, welcher Betrag niedriger ist. 

Im Video: Recht auf Reparatur - EU plant neue Instandsetzungspflicht

Damit hat unser Nachbarland eine ressourcensparende und nachhaltige Lösung gefunden, die verhindern soll, dass Menschen ihre Geräte unnötigerweise wegwerfen. Eine deutliche Mehrheit von 83,2 Prozent spricht sich für das Recht auf Reparatur in der EU aus, um es Konsument:innen zu ermöglichen, Elektrogeräte länger zu nutzen. Das ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Civey. Die Nachfrage nach einem solchen Angebot ist also durchaus gegeben.

Hersteller setzen darauf, dass Geräte schnell kaputtgehen

Es scheint nur ein einfacher Defekt zu sein, doch die Reparatur ist irrwitzig teuer. Viele Verbraucher:innen klagten bereits über scheinbar viel zu schnell verschleißende Produkte, die nur schwer und teuer reparierbar sind. Der Verdacht liegt nahe, dass es die Herstellenden genau darauf abgesehen haben. 

Der Großkonzern Apple zum Beispiel muss sich seit Jahren gegen den Vorwurf wehren, iPhones seien kaum selbst zu reparieren, oft stelle der Konzern den Verbrauchern und Reparaturwerkstätten gar nicht die nötigen Werkzeuge bereit. Erst nach gesetzlichem Druck aus den USA beginnt der Konzern nun einzulenken.

Die österreichische "Reparatur-Revolution" könnte Deutschland als sinnvolles Vorbild dienen. Dennoch ist die Finanzierung eines solchen Projekts schwierig. Österreich wendet für das Programm 130 Millionen Euro auf, die aus nicht verwendeten Corona-Hilfsmitteln stammen. Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im November ist das für die Bundesrepublik nicht möglich.

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