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"Wird nicht ohne Konsequenzen bleiben"

Bundesregierung: Russland für Cyber-Angriff auf SPD verantwortlich

  • Veröffentlicht: 03.05.2024
  • 05:50 Uhr
  • Rebecca Rudolph

Hacker griffen im Januar vergangenen Jahres E-Mail-Konten der SPD an. Die Bundesregierung hat jetzt die Ermittlungen dazu abgeschlossen - und kündigt Konsequenzen an.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Januar vergangenen Jahres griffen Hacker E-Mail-Konten der SPD an.

  • Die Bundesregierung macht jetzt "eindeutig" Russland dafür verantwortlich.

  • Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Attacke auf die SPD Teil einer Kampagne der APT28 in mehreren europäischen Ländern gewesen sein.

Die Bundesregierung hat eine Einheit des russischen Militärgeheimdienstes GRU für einen Cyber-Angriff auf die SPD Anfang des vergangenen Jahres verantwortlich gemacht.

"Staatliche russische Hacker haben Deutschland im Cyberraum angegriffen", sagte Außenministerin Annalena Baerbock am Freitag (3. Mai) während ihres Australien-Besuchs in Adelaide und kündigte Konsequenzen an.

Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, kündigt Konsequenzen für russische Hacker an.
Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), Außenministerin, kündigt Konsequenzen für russische Hacker an.© Sina Schuldt/dpa

Ermittlungen der Bundesregierung sind abgeschlossen

Im Juni 2023 hatte die SPD bekannt gegeben, dass E-Mail-Konten des SPD-Parteivorstands bereits im Januar Ziel eines Cyber-Angriffs geworden seien. Die SPD erklärte damals, dass dies durch eine bis zum Zeitpunkt des Angriffs unbekannte Sicherheitslücke bei Microsoft ermöglicht worden sei. "Es ist nicht auszuschließen, dass es zu einem Abfluss von Daten aus vereinzelten E-Mail-Postfächern kam", teilte eine SPD-Sprecherin laut der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Ermittlungen der Bundesregierung sind laut Baerbock unter Federführung des Auswärtigen Amts dazu nun abgeschlossen. "Wir können diesen Angriff vom letzten Jahr heute eindeutig der Gruppe APT28 zuordnen, die vom russischen Geheimdienst GRU gesteuert wird", sagte die Grünen-Politikerin.

Das ist völlig inakzeptabel und wird nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Annalena Baerbock, Außenministerin

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Attacke auf SPD Teil einer größeren Kampagne

An den Ermittlungen der Bundesregierung waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit dem Verfassungsschutz, dem Bundesnachrichtendienst und dem Militärischen Abschirmdienst alle deutschen Geheimdienste beteiligt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll die Attacke auf die SPD Teil einer Kampagne der APT28 in mehreren europäischen Ländern gewesen sein, die gegen Regierungsstellen und Unternehmen gerichtet ist, die mit Energieversorgung, IT, Rüstung oder Luft- und Raumfahrt zu tun haben.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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