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Nach G7-Äußerungen von Sunak

"Böswillige Verleumdungen": China droht Großbritannien

  • Aktualisiert: 23.05.2023
  • 08:44 Uhr
  • Joachim Vonderthann
China wirft Großbritannien Verleumdung vor.
China wirft Großbritannien Verleumdung vor.© Stefan Rousseau/Pool Photo via AP

Briten-Premier Sunak hat China als große Gefahr für die Welt bezeichnet. Die Reaktion aus Peking fällt scharf aus. London solle die "böswilligen Verleumdungen" einstellen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der britische Premier Sunak hat China beim G7-Gipfel als größte Herausforderung für die Sicherheit der Welt bezeichnet.

  • Peking reagiert ungewöhnlich scharf auf Sunaks Äußerungen.

  • China fordert, die Verleumdung und Verunglimpfung einzustellen.

Im Video: Interview mit Kanzler Scholz zum G7-Gipfel in Japan

Zwischen China und Großbritannien herrscht nach dem G7-Gipfel in Japan diplomatische Eiszeit. Die chinesische Botschaft in Großbritannien forderte die Regierung in London als Reaktion auf Äußerungen des britischen Premierministers Rishi Sunak am Sonntag (21. Mai) auf, die Verleumdung und Verunglimpfung Chinas einzustellen. Nur so könnte weiterer Schaden für die Beziehungen zwischen China und Großbritannien vermieden werden.

Nach G7-Gipfel: China verärgert über Briten

Sunak hatte nach einem Gipfeltreffen der Gruppe der Sieben (G7) gesagt, dass China die größte Herausforderung für die Sicherheit und den Wohlstand der Welt darstelle, führende Wirtschaftsnationen sich aber nicht von China abkoppeln sollten. "Die diesbezüglichen Äußerungen der britischen Seite sind nichts anderes als das Nachplappern von Worten anderer und stellen böswillige Verleumdungen dar, die den Tatsachen nicht gerecht werden. China lehnt dies entschieden ab und verurteilt es aufs Schärfste", hieß es in der Erklärung der Botschaft.

In der G7-Erklärung fielen die Passagen in Bezug auf China weniger scharf aus als von vielen erwartet. Eine Entkoppelung der Wirtschaft und ein Bremsen der Entwicklung Chinas seien kein Ziel des Westens, wird betont. Allerdings bekennen sich die G7 zu einem Abbau der Risiken, etwa einer zu starken Abhängigkeit von Rohstoffen, und wollen eine Diversifizierung vorantreiben. Die G7-Staaten äußerten auch ihre Bedenken über die zunehmenden Spannungen im Ost- und Südchinesischen Meer sowie über die Menschenrechtslage in China, unter anderem in Tibet und Xinjiang.

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Peking rüfelt auch Gipfel-Gastgeber Japan

Zu der Gruppe der sieben führenden westlichen Industrienationen gehören die USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada. Großbritannien hatte bereits im März seine Außenpolitik angesichts der wachsenden Spannungen mit China neu ausgerichtet.

Peking ist nach dem G7-Treffen allerdings nicht nur über die Briten verärgert. Auch der Botschafter von Gipfel-Gastgeberland Japan wurde einbestellt. Der stellvertretende Außenminister Sun Weidong wolle seinen Protest gegen den "Rummel um China-Bezogene Themen" auf dem Gipfel am Wochenende zum Ausdruck zu bringen, hieß es vom chinesischen Außenministerium. Japans Handlungen seien schädlich für Chinas Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen und China sei "zutiefst unzufrieden und lehne sie entschieden ab".

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
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