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Erschütterung 1.400 km spürbar

China: Schweres Erdbeben der Stärke 7,1

  • Veröffentlicht: 23.01.2024
  • 11:34 Uhr
  • Clarissa Yigit
Ein starkes Erdbeben hat am frühen Dienstagmorgen (23. Januar) die westliche Region Xinjiang in China erschüttert.
Ein starkes Erdbeben hat am frühen Dienstagmorgen (23. Januar) die westliche Region Xinjiang in China erschüttert.© Foto: Uncredited/CCTV/dpa

Ein Erdbeben der Stärke 7,1 erschütterte in der Nacht zu Dienstag (23. Januar) den Nordwesten Chinas. Das Beben soll bis in die indische Hauptstadt Neu-Delhi zu spüren gewesen sein, berichtet die "Tagesschau".

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Ein Erdstoß hat gegen zwei Uhr am Dienstagmorgen (23. Januar) einen Teil der westchinesischen Region Xinjiang beben lassen. Nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ereignete sich das Beben im Bezirk Wushi der Präfektur Aksu.

Insgesamt seien bis Dienstag (23. Januar, 12 Uhr Ortszeit) 56 Nachbeben der Stärke drei und höher in Xinjiang registriert worden, ergänzt der chinesischen Staatssender "CCTV" und beruft sich auf Angaben des China Earthquake Network (CEN). Davon hätten vier eine Stärke über 5,0 gehabt. Etwa 17 Kilometer vom Epizentrum hat sich das bisher stärkste Nachbeben ereignet – mit einer Stärke von 5,3.

Im Video: Japan - Zahl der Toten nach schwerem Erdbeben steigt

Beben noch in Indien, Kirgistan und Kasachstan zu spüren

Um das Epizentrum liegen – im Umkreis von 20 Kilometern – zudem fünf Dörfer. In dem betroffenen Gebiet seien zwei Wohnhäuser und ein Viehstall während des Bebens eingestürzt. Zudem fiel kurzzeitig nach dem Beben der Strom aus, so "CCTV".

CCTV zufolge seien mindestens drei Menschen verletzt worden. Todesopfer habe es bisher jedoch keine gegeben. Wie die "Tagesschau" allerdings ergänzt, warnt die US-amerikanische Bebenwarte (USGS) vor "erheblichen Schäden" und befürchtet, dass es Todesopfern geben werde.

Das Beben habe sich im Tian-Shan-Gebirge ereignet, von wo aus die Erschütterungen sogar bis in die 1.400 Kilometer entfernte indischen Hauptstadt Neu-Delhi zu spüren waren, schreibt die "Tagesschau" und beruft sich auf Berichte örtlicher TV-Sender. Auch in den Nachbarländern Kirgistan und Kasachstan habe man die Beben gespürt.

Rund 200 Einsatzkräfte seien in das Epizentrum des Bebens geschickt worden. Zudem seien etliche Züge in der Region ausgefallen oder betroffene Abschnitte gesperrt worden, schreibt die "Tagesschau" unter Berufung auf die Bahnbehörde.

Das stärkste jemals gemessene Beben in der Region lag etwa 200 Kilometer nördlich des Erdstoßes vom Dienstagmorgen. Es wurde im Jahr 1978 registriert und hatte eine Stärke von 7,1.

  • Verwendete Qulellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Tagesschau: "Schwerer Erdstoß erschüttert Nordwesten Chinas"
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