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Medienbericht

Nord-Stream-Sabotage: CIA wusste wohl lange vorher von Ukraine-Plänen

  • Aktualisiert: 07.06.2023
  • 20:06 Uhr
  • Lena Glöckner
Die USA wussten wohl schon vorher, dass die Ukraine Nord Stream sabotieren will.
Die USA wussten wohl schon vorher, dass die Ukraine Nord Stream sabotieren will.-/Swedish Coast Guard/dpa

Offenbar wussten die USA schon Monate vor der Nord-Stream-Sabotage, dass die Ukraine einen etwaigen Akt plant. Laut einem Bericht soll die CIA die Info von einem europäischen Geheimdienst erhalten haben.

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Den USA lagen einem Medienbericht zufolge drei Monate vor dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines detaillierte ukrainische Pläne für einen Angriff auf die Erdgasleitungen vor. Wie die "Washington Post" am Dienstag (6. Juni) unter Berufung auf durchgestochene Informationen auf Discord berichtete, wurden die Einzelheiten des Plans von einem europäischen Geheimdienst zusammengetragen und im Juni 2022 an den US-Dienst CIA übergeben.

Im Video: Nord-Stream-Anschlag - neue Spur führt in ukrainische Militärkreise

Nord-Stream-Anschlag: Neue Spur führt in ukrainische Militärkreise

Der ursprüngliche Bericht basierte demnach auf Informationen, die von einer Person in der Ukraine stammten. Demnach soll das ukrainische Militär einen Angriff mit einer kleinen Gruppe von Tauchern geplant haben. Zwar sei er aus unbekannten Gründen auf Eis gelegt worden. Allerdings stimmten Elemente daraus mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen überein.

BND spricht von Hinweisen "in alle mögliche Richtungen"

Eine Stellungnahme der Ukraine, Russlands, der CIA und der USA zu dem Bericht lag zunächst nicht vor. BND-Chef Bruno Kahl hatte im Mai Hoffnungen auf eine schnelle Klärung gedämpft und erklärt, es gebe Hinweise "in alle möglichen Richtungen". Zuvor hatten verschiedene Medien berichtet, dass offenbar mehrere neue Spuren in Richtung Ukraine führten.

Durch die Pipeline Nord Stream 1 hatte Russland bis zum Lieferstopp Erdgas aus Sibirien nach Deutschland und in weitere europäische Länder gepumpt. Nord Stream 2 wurde wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht in Betrieb genommen. Die beiden Doppelröhren wurden durch Explosionen im September 2022 beschädigt.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur Reuters
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