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Gesellschaft für deutsche Sprache

Das sind die beliebtesten Babynamen in Deutschland

  • Aktualisiert: 07.12.2023
  • 14:26 Uhr
  • Joachim Vonderthann

Bei den Babynamen setzen Eltern in Deutschland weiter auf Bekanntes: Die beliebtesten Vornamen 2022 sind identisch mit denen aus dem Jahr zuvor. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat wieder die beliebtesten Babynamen veröffentlicht

  • An der Spitze stehen erneut Emilia und Noah.

  • Es zeigen sich allerdings regionale Unterschiede in den einzelnen Bundesländern.

Emilia und Noah bleiben die beliebtesten Babynamen in Deutschland: Auch 2022 landeten sie - wie in den beiden Vorjahren schon - auf einer Liste der häufigsten Erstnamen auf Platz eins. Das teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Montag (8. Mai) in Wiesbaden mit.

Emilia und Noah wieder beliebteste Namen

Bei den Mädchen folgen auf den weiteren Rängen Sophia/Sofia und Emma, bei den Jungen Matt(h)eo/Math(h)eo und Leon. Grundlage für die Listen sind Daten von mehr als 750 Standesämtern, die laut GfdS fast eine Million Namenseintragungen übermittelt hatten.

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Die Top Ten der beliebtesten Vornamen zeigte sich der GfdS zufolge als sehr beständig: Frisch gebackene Eltern geben ihren Kindern nach wie vor gerne kurze oder sehr kurze Namen - oft mit vielen Vokalen. "Klang und Kürze bestimmen auch die beliebtesten Vornamen 2022", sagt GfdS-Geschäftsführerin Andrea Ewels. "Je kürzer, desto besser." Dies sei ein Trend, den die Sprachforscher bereits seit gut 20 Jahren beobachten könnten.

Der schöne Klang scheine für die meisten Eltern das ausschlaggebende Kriterium bei der Vornamenwahl ihrer Kinder zu sein, erläuterte die Expertin. Diesen Trend zeigten die Spitzenreiter Noah und Emilia ebenso wie weitere Namen auf der Top-Ten-Liste wie Mia, Lina, Mila oder Leon, Finn und Paul. Neben möglichst vielen Vokalen machten auch sonore Konsonanten wie "l", "m" und "n" die Vornamen weich und melodisch. "Sie verleihen ihnen eine gewisse lautliche Ästhetik", sagte Ewels. Die derzeitigen Lieblingsanfangsbuchstaben sind E, M und L: ganze 13 der 20 Topnamen beginnen mit einem dieser Buchstaben.

In Berlin liegt erstmals Mohammed vorn

Allerdings gab es auch regionale Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. So war in Berlin Mohammed der beliebteste Vorname für Jungen. Er löste Noah ab, der auf Rang zwei fiel. Platz drei holte sich in der Hauptstadt Adam. Bei den Mädchen war in Berlin Sophia am beliebtesten, gefolgt von Emilia und Emma.

Während Sophia bei den Mädchen auch in Bayern den Spitzenplatz holte, gab es bei den Jungen gegenüber Berlin einige Unterschiede. Im Freistaat war der Name Lucas/Lukas am beliebtesten, gefolgt von Leon und Maximilian. Weder Mohammed noch Maximilian schafften es in die bundesweite Top-Ten-Liste. Das gilt auch für den Namen Finn, der im Saarland und Mecklenburg-Vorpommern am beliebtesten für Jungen war.

GfdS-Geschäftsführerin Ewels betonte zugleich, dass die Namen auf der Top-Ten-Liste insgesamt dennoch nicht sehr häufig vorkommen . Selbst der häufigste Mädchenname Emilia habe lediglich einen Anteil von knapp 1,4 Prozent an allen vergebenen weiblichen Namen. Bei den Jungen liegt Noah nur leicht über einer Quote von 1,4 Prozent.

Die Standesämter hätten im vergangenen Jahr nahezu 70.000 verschiedene Namen gemeldet, nach rund
65.000 Namen im Vorjahr. "Diese Namensvielfalt spiegelt gesellschaftliche Vielfalt wider", so Ewels' Fazit. 

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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