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Parkgebühren in Städten

Deutsche Umwelthilfe prangert "Billigpreise" an: Parken muss teurer werden

  • Aktualisiert: 05.06.2023
  • 14:22 Uhr

Die Deutsche Umwelthilfe will dem Parken zu "Billigpreisen" ein Ende setzen. Ein Parkschein für eine Stunde müsse mindestens genauso viel kosten wie ein Fahrschein mit Bus oder Bahn. Doch das sei fast nirgends der Fall.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert deutlich höhere Parkgebühren.

  • Parkende Autos bremsen nach Ansicht des Verbands die Mobilitätswende aus.

  • Zudem nehmen die abgestellten Fahrzeuge den Menschen den Raum.

Das Parken in deutschen Städten ist nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) viel zu günstig. Städte ließen parkende Autos zu "Billigpreisen" oder gar umsonst den öffentlichen Raum blockieren und bremsten damit die Mobilitätswende aus, kritisierte der Verband in einer Mitteilung.

Parken in deutschen Städten zu billig

Dabei beruft sich die DUH auf eine bundesweite Abfrage von 104 Städten. Demnach beträgt in 73 der abgefragten Städte die Parkgebühr selbst in kostenpflichtigen Zonen weniger als 1 Euro pro Stunde. Lediglich die Städte Heidelberg und Osnabrück verlangen mindestens 3 Euro pro Stunde. Mit 4,60 Euro pro Stunde müssen Autofahrer:innen in Stuttgart zwar am meisten fürs Parken berappen, jedoch gelte dies nur direkt in der Innenstadt. In 27 der abgefragten Städte ist gar kostenloses Parken selbst in bewirtschafteten Zonen möglich. Dem soll ein Ende bereitet werden.

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Nach Ansicht der Umwelthilfe müsse ein Parkticket in der Stunde mindestens genauso viel kosten wie ein Einzelfahrschein mit Bus und Bahn.

DUH: Raum für Menschen zurückgewinnen

"Wir fordern ein flächendeckendes Parkraummanagement mit angemessenen Gebühren, um Raum für die Menschen zurückzugewinnen", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch in einer Mitteilung.

Die Mehreinnahmen wolle die DUH für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs sowie von Rad- und Gehwegen investieren. "Während Flächen zum Spielen, Flanieren und Verweilen sowie Parks und Grünflächen immer weniger werden, blockieren Autos oft zum Nulltarif den wertvollen öffentlichen Raum unserer Städte", kritisiert Robin Kulpa von der Deutschen Umwelthilfe. Von angemessenen Parkgebühren würden vor allem auch jene profitieren, "die wirklich auf ihr Auto angewiesen sind".

In anderen europäischen Ländern sei das Parken nicht so günstig. Die DUH zieht einen Vergleich. So koste in London das Parken am Straßenrand für eine Stunde bis zu 10 Euro.

  • Verwendete Quellen:
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