Anzeige
Absicherung gegen Schäden

Deutschlands Ministerpräsidenten fordern Elementarschaden-Versicherung

  • Aktualisiert: 04.06.2024
  • 16:45 Uhr
  • Lara Teichmanis
Der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich für eine verpflichtende Versicherung gegen Schäden durch Unwetter und Überschwemmungen ausgesprochen.
Der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich für eine verpflichtende Versicherung gegen Schäden durch Unwetter und Überschwemmungen ausgesprochen.© REUTERS

Unwetter und Überflutungen in Deutschland: Die Wassermassen hinterlassen ein Bild der Zerstörung. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident von Hessen, und Hendrik Wüst (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, sprechen sich für eine Versicherungspflicht aus.

Anzeige

Seit Tagen kommt es zu Starkregen und Hochwasser, vor allem im Süden der Bundesrepublik. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) machte sich jetzt für eine verpflichtende Elementarschaden-Versicherung stark.

Das Wichtigste in Kürze

  • Starkregen und Unwetter sorgen in weiten Teilen Deutschlands für Überflutungen und Hochwasser.

  • Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) möchte für zukünftige Extremwetterlagen eine verpflichtende Elementarschaden-Versicherung.

  • NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) fordert eine Pflichtversicherung für Naturkatastrophen.

  • Am 20. Juni beraten die Länder auf der Ministerpräsidentenkonferenz über diesen Vorschlag.

Im Video: Süddeutschland kämpft gegen Hochwasser - Evakuierungen und Schäden

Ministerpräsidenten fordern Pflichtversicherung

Eine Elementarschaden-Versicherung sollte nach Ansicht des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein (CDU) verpflichtend werden.

"Wir alle sehen, dass Extremwetter-Ereignisse zunehmen. Wir brauchen deshalb zügig eine Pflichtversicherung für Elementarschäden, um Betroffenen unter die Arme zu greifen und gleichzeitig die Solidargemeinschaft zu entlasten", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit Blick auf die aktuelle Flutkatastrophe in Bayern und Baden-Württemberg.

Im Video: Hochwasser-Lage spitzt sich zu - an der Donau droht eine Flutwelle

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), nimmt bei seiner Forderung nach einer Pflichtversicherung für Elementarschäden den Bundeskanzler in die Pflicht.

"Deutschland steht im Dauerregen, doch der Kanzler spannt den Regenschirm nicht auf. Ich habe die klare Erwartung, dass Olaf Scholz jetzt zu seinem Wort steht und eine Pflichtversicherung für Elementarschäden einführen wird", sagte Wüst am Montag (3. Juni) der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Deutschland steht im Dauerregen, doch der Kanzler spannt den Regenschirm nicht auf.

Hendrik Wüst, Ministerpräsident NRW

Die Länderchef:innen wollen am 20. Juni über die mögliche Einführung einer Pflichtversicherung auf der Ministerpräsidentenkonferenz beraten. 

Anzeige
Anzeige

Verantwortung bei der Regierung

Ebenso wie Wüst sieht auch Rhein die Bundesregierung in der Pflicht. Sie müsse sich bewegen und endlich die Pflichtversicherung auf den Weg bringen. "Naturkatastrophen wie Unwetter oder Stürme dürfen weder Menschen in den finanziellen Ruin treiben, noch in vollem Umfang alle Steuerzahlerinnen und Steuerzahler belasten", erläuterte er.

urn:newsml:dpa.com:20090101:240601-911-004767
Artikel

Unwetter

Hochwasser in Süddeutschland: Landkreise rufen Katastrophenfall aus

Regen ohne Ende in Bayern und Baden-Württemberg: Flüsse sind über die Ufer getreten, Straßen und Keller stehen unter Wasser, Menschen mussten zum Teil mit Booten gerettet werden. Expert:innen befürchten, dass das Schlimmste noch bevorsteht.

  • 01.06.2024
  • 12:37 Uhr

Hendrik Wüst wünscht sich Verantwortung aus Berlin: "Eine Pflichtversicherung für Elementarschäden würde nicht nur vielen Menschen Sicherheit geben und sie im Ernstfall vor dem wirtschaftlichen Ruin bewahren. Wir würden damit auch im Sinne des Steuerzahlers handeln, der nach den jetzigen Regelungen immer wieder für Milliarden-Schäden geradestehen muss", sagte Wüst.

Anzeige

Ähnlich hatte sich zuvor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geäußert.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube. Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

Nach einem Besuch in den bayerischen Flutgebieten schrieb er auf der Plattform X: "Es wird wieder deutlich, wie wichtig Versicherungen sind. Wir werden prüfen, ob es künftig eine Pflichtversicherung für Elementarschäden braucht. Schwere Klima-Ereignisse werden leider in Zukunft zunehmen. Deshalb braucht es gute Vorsorge".

Schwere Klima-Ereignisse werden leider in Zukunft zunehmen. Deshalb braucht es gute Vorsorge.

Markus Söder, Ministerpräsident Bayern

Das leistet die Elementarversicherung

Eine Elementarversicherung versichert gegen sogenannte Elementarschäden, die durch beispielsweise Starkregen oder Hochwasser verursacht werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • beschädigte Kellerräume und gelagerter Hausrat durch Starkregen und Überflutung
  • Risse in Gebäuden durch anhaltenden Regen und abgesenkte Erde
  • eingedrückter Dachstuhl durch anhaltende Schneelast

Der Elementarschutz ergänzt sowohl den Versicherungsschutz einer bestehenden Wohngebäudeversicherung als auch einer Hausratversicherung.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • HUK-Coburg: "Ihre Elementar­versicherung: Auf Nummer sicher gehen"
Mehr News und Videos

Prinzessin Kate zeigt sich erstmals nach Krebsdiagnose öffentlich

  • Video
  • 01:17 Min
  • Ab 12

© 2024 Seven.One Entertainment Group