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"Ganz schlimmer Tag für Deutschland"

AfD gewinnt die Europawahl 2024 in Sachsen-Anhalt deutlich

  • Aktualisiert: 11.06.2024
  • 12:19 Uhr
  • Franziska Hursach

Sachsen-Anhalt hat gewählt: In der Europawahl schafft es die AfD auf den ersten Platz. Ein Alarmsignal für Ministerpräsident Reiner Haseloff.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Mit 30,5 Prozent der Stimmen hat die AfD die Europawahl in Sachsen-Anhalt klar gewonnen.

  • Die CDU landete mit 22,8 Prozent (minus 0,4) auf dem zweiten Platz, das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreichte 15 Prozent.

  • Während sich Sachsens-Anhalts AfD-Landeschef Martin Reichardt über das Ergebnis freute, sprach Ministerpräsident Reiner Haseloff von einem "ganz schlimmen Tag für Deutschland".

Die AfD konnte bei der Europawahl in Sachsen-Anhalt deutlich zulegen. Vorläufigen Ergebnissen zufolge holte die rechtspopulistische Partei 30,5 Prozent der Stimmen in dem Bundesland. Damit konnte die Partei im Vergleich zu 2019 mehr als zehn Prozentpunkte dazugewinnen.

BSW schafft 15 Prozent aus dem Stand

Auf dem zweiten Platz landete die CDU mit 22,8 Prozent (minus 0,4 Prozentpunkte). Auf den dritten Platz schaffte es das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die Partei erreichte aus dem Stand 15 Prozent. Die SPD lag bei 8,7 Prozent (minus 3,9), die Linkspartei bei 4,8 Prozent (minus 9,6). Die Grünen holten 3,9 (minus 5,2), die FDP 2,5 Prozent der Stimmen (minus 2,4).

Wie zu erwarten, freute sich Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef Martin Reichhardt über das vorläufige Ergebnis. Man habe die CDU distanziert, sagte er. "Das ist ein Zeichen für die nächsten Landtagswahlen."

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) warf der Bundesregierung einen falschen Kurs vor.
Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) warf der Bundesregierung einen falschen Kurs vor.© Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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Haseloff: Ampel wurde abgewählt

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sieht in dem Ergebnis der Europawahl hingegen ein Alarmsignal: "Dass nur noch die CDU im Osten der AfD Paroli bieten kann, ist eine Gefahr für die Demokratie."

Dass die AfD zweitstärkste Partei in Deutschland zu werden scheint, ist ein Alarmsignal. Das ist ein ganz schlimmer Tag für Deutschland.

Der CDU-Politiker warf der Regierung einen falschen Kurs vor. Ihm zufolge setze diese falsche Prioritäten. So solle man sich erst um die Sicherung von Arbeitsplätzen und Probleme mit der Inflation und Migration kümmern, bevor es "um Cannabis und Geschlechtsumwandlungen geht".

"Der Koalitionsvertrag der Ampel wurde abgewählt", so Haseloff.

Im Video: Europawahl 2024: Was bedeutet das Ergebnis für die Ampel-Regierung?

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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