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Ist der Täter gefasst?

Getötete Valeriia (9) aus Döbeln: Festnahme in Prag

  • Aktualisiert: 19.06.2024
  • 09:09 Uhr
  • Lara Teichmanis
Blumen, Kerzen und ein Zettel mit der Aufschrift "Warum???" wurden in der Nähe der Wohnung des getöteten Mädchens auf dem Fußweg abgelegt. Valeriia aus dem sächsischen Döbeln ist Opfer eines Verbrechens geworden.
Blumen, Kerzen und ein Zettel mit der Aufschrift "Warum???" wurden in der Nähe der Wohnung des getöteten Mädchens auf dem Fußweg abgelegt. Valeriia aus dem sächsischen Döbeln ist Opfer eines Verbrechens geworden.© Robert Michael/dpa

Im Fall Valeriia (9) aus Döbeln ist es zu einer Festnahme in der tschechischen Hauptstadt Prag gekommen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Hauptverdächtige im Mordfall der 9-jährigen Valeriia aus Döbeln in Sachsen wurde in der tschechischen Hauptstadt Prag festgenommen.

  • Bislang war bekannt, dass der Mann mit einem Cabrio auf der Flucht in Tschechien war, woraufhin sich die tschechischen Behörden dem Fall annahmen.

  • Am Dienstag (11. Juni) wurde die Leiche des seit 3. Juni vermissten Mädchens in einem Waldstück bei Döbeln aufgefunden.

Ein 36-Jähriger ist in Prag festgenommen worden. Er sei dringend tatverdächtig, die neunjährige Valeriia getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Freitag (14. Juni) mit. Der Moldawier sei zuvor per nationalem und europäischem Haftbefehl gesucht worden. Er sei derzeit in Tschechien in Gewahrsam und solle rasch nach Deutschland überstellt werden, hieß es. Weitergehende Auskünfte würden zunächst nicht erteilt.

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Polizei bestätigt: Leiche in Döbeln ist 9-jährige Valeriia

Der Hauptverdächtige war mit dem Cabrio auf der Flucht

Zuvor soll der Mann mit einem Cabrio auf der Flucht gewesen sein. Zuletzt soll er sich in Mlada Boleslav in Tschechien aufgehalten haben.

Zunächst war nur bekannt, dass er sich in Kleinstadt, mit etwa 44.000 Einwohnern aufgehalten habe. Mlada Boleslav liegt etwa 50 Kilometer nordöstlich der tschechischen Hauptstadt Prag, wo er schließlich festgenommen wurde. Der Mann mit dem Namen Andrej soll in Tschechien in einem silbernen Peugeot 206 CC unterwegs gewesen sein. Das berichtete die "Bild" am Freitag (14. Juni). Mlada Boleslav ist etwa 200 Kilometer von Döbeln entfernt, mit dem Auto also etwa in zwei bis drei Stunden zu erreichen.

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Valeriias Vater kämpft an der Front in der Ost-Ukraine

Der verdächtige Moldawier Andrej war der Ex-Freund von Valeriias Mutter. Laut der "Bild" soll der Mann am Tag von Valeriias Verschwindens in der Funkzelle in Döbeln eingeloggt gewesen sein. Auch soll er von einer Überwachungskamera gefilmt worden sein. Die Kamera ist in der direkten Nachbarschaft von Valeriias Wohnhaus und gehört zu einem Bestattungsinstitut.

Valeriias Eltern sind geschieden. Ihr Vater Roman G. kämpft derzeit als Soldat an der Front in der Ost-Ukraine, so die Tageszeitung. Um den russischen Bomben zu entgehen, war die Mutter mit Valeriia und deren jüngere Schwester Viktoria nach Deutschland geflohen, wo sie nun seit 2022 leben.

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Gedenkgottesdienst am kommenden Sonntag

Das Mädchen war am Morgen des 3. Juni auf dem Weg zur Schule spurlos verschwunden. Nach tagelanger Suche wurde am Dienstag (11. Juni) ihre Leiche in einem Wald bei Döbeln gefunden. Valeriia wurde laut Polizei Opfer eines Verbrechens, nach ersten Untersuchungsergebnissen aber nicht sexuell missbraucht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags.

Die Ermittlungen hatten sich vor allem auf das soziale Umfeld des Mädchens konzentriert. Am Freitagabend (14. Juni) wollen die Einwohner:innen von Döbeln der getöteten Valeriia mit Kerzen in den Händen auf dem Obermarkt gedenken. Zudem soll es am Sonntag (16. Juni) einen Gedenkgottesdienst geben.

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:newstime
  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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