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Gedenken an Zerstörung der Stadt

Großeinsatz: Polizei leitet nach Dresden-Gedenken Ermittlungsverfahren ein

  • Veröffentlicht: 14.02.2023
  • 10:47 Uhr
  • Anne Funk
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Immer wieder wird der Jahrestag der Bombardierung Dresdens während des Zweiten Weltkriegs von Rechtsextremen missbraucht. Die Polizei war am Montag mit einem Großaufgebot im Einsatz, um sie von Friedensdemonstranten fernzuhalten.

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Am 13. Februar 1945 wurde die Dresdner Innenstadt durch Angriffe britischer und US-amerikanischer Bomber zerstört, etwa 25.000 Menschen verloren ihr Leben. Anlässlich des Jahrestages gibt es jedes Jahr Veranstaltungen zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg, zentrales Element ist eine Menschenkette als Botschaft für Frieden und Versöhnung. Allerdings missbrauchen auch immer wieder rechtsextreme Gruppen das Dresden-Gedenken für ihre Zwecke, mit Aufmärschen wollen sie die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg relativieren.

So musste die Polizei auch am Montag (13. Februar) mit einem Großaufgebot die Veranstaltungen absichern, um die Teilnehmer:innen der unterschiedlichen Gruppen voneinander zu trennen, teilte die Polizeidirektion Dresden mit. Auch Pfefferspray sei dabei zum Einsatz gekommen. Nach eigenen Angaben war die Polizei mit etwa 1.200 Personen Beamten im Einsatz, darunter auch Kolleg:innen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und von der Bundespolizei. Berichten, dass auch Baustellenabsperrungen durchbrochen wurden, widersprach die Polizei allerdings.

Körperverletzung und Sachbeschädigung

"Mit Blick auf das Versammlungsgeschehen ist es ihnen gelungen, die unterschiedlichen Lager getrennt zu halten und die Versammlungsfreiheit mit einem Protest in Hör- und Sichtweite zu gewährleisten", bilanzierte Dresdens Polizeipräsident Lutz Rodig.

Unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Sachbeschädigung wurden fünf Ermittlungsverfahren eingeleitet, so die Angaben der Beamten. Mehreren Personen wurde ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorgeworfen, ihre Identität wurde festgestellt.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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