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Schöne neue Arbeitswelt?

Nobelpreisträger ist sicher: Hilfe durch ChatGPT ermöglicht uns Vier-Tage-Woche

  • Aktualisiert: 09.04.2023
  • 20:59 Uhr
  • Joachim Vonderthann

Bringen KI-Tools wie ChatGPT Fluch oder Segen über die Menschheit? Eher Letzteres glaubt Nobelpreisträger Pissarides. Die neuen Technologien würden die Vier-Tage-Woche möglich machen. Andere Expert:innen sind weitaus skeptischer. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • KI-Tools wie ChatGPT werden die Arbeitswelt radikal verändern.

  • Nobelpreisträger Pissarides glaubt, dass die neuen Technologien die Vier-Tage-Woche ermöglichen werden.

  • Andere Expert:innen warnen hingegen vor den Risiken und dem Wegfall von Millionen von Jobs.

Künstliche Intelligenz wie etwa der Textroboter ChatGPT werden die Arbeitswelt künftig auf den Kopf stellen. Viele Berufe werden sich verändern oder komplett von der KI übernommen werden. Darin sind sich fast alle Expert:innen einig. Doch die neuen Technologien können den Arbeitsalltag auch massiv erleichtern, ist sich Nobelpreisträger und Arbeitsökonom Chris Pissarides sicher. Mit ChatGPT und Co. sei die Vier-Tage-Woche möglich.

Bringt ChatGPT uns die Vier-Tage-Woche?

"Ich bin sehr optimistisch, dass wir die Produktivität steigern können", sagte Pissarides laut "Bloomberg" in einem Interview auf einer Konferenz in Glasgow. "Wir könnten problemlos zu einer Vier-Tage-Woche übergehen", zitiert n-tv den zyprisch-britischen Wissenschaftler weiter. Mithilfe der KI würden Angestellte ihr Wohlbefinden steigern und sich mehr Freizeit nehmen können. So würde der Textroboter Arbeitnehmenden monotone Aufgaben abnehmen und interessante Aufgaben überlassen können.

Zudem zeigte sich Pissarides überzeugt, dass sich der Arbeitsmarkt schnell genug anpassen könne. Die Umstellung für Arbeitnehmende würde weniger schmerzhaft sein, da die Unternehmen die Technologie nur langsam annehmen, obwohl sie sich "schnell entwickelt", erläuterte der Nobelpreisträger von 2010.

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Experten um Musk warnen vor der KI

Andere Expert:innen hatten sich zuletzt weniger optimistisch mit Blick auf Künstliche Intelligenz gezeigt. Eine Gruppe um Tech-Milliardär Elon Musk und zahlreiche KI-Insider:innen riefen Ende März zu einem Aufschub bei der Entwicklung von KI-Tools auf. In einer sechsmonatigen Pause solle erst ein Regelwerk für die Nutzung der neuen Technologien geschaffen werden, hieß es. Ansonsten seien die Risiken für die Menschheit zu hoch.

Pissarides äußerte sich hingegen nicht besorgt. Wirkliche Auswirkungen von KI würden noch lange Zeit auf sich warten lassen, sagte er. Die Menschen würden sich rechtzeitig an die neue Arbeitswelt anpassen.  "Was man für diese Anpassung braucht, sind im Grunde Fortbildungen", betonte der Ökonom. 

Von einem radikalen Umbruch der Arbeitswelt und massiven Verwerfungen geht hingegen eine jüngst veröffentlichte Studie von Goldman Sachs aus. Darin heißt es, generative KI könnte weltweit "300 Millionen Vollzeitarbeitsplätze der Automatisierung aussetzen". 

  • Verwendete Quellen:
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