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Erst Wachstum, dann Rückgang

Bevölkerungswachstum: Höchststand der Weltbevölkerung im Jahr 2040 

  • Aktualisiert: 04.04.2023
  • 12:38 Uhr
  • Clarissa Yigit

Die Initiative "Earth4All" beschreibt in zwei Szenarien, wie sich das Bevölkerungswachstum bis zum Ende des Jahrhunderts entwickeln könnte. Im Jahr 2040 sei es daher bereits möglich, dass das Wachstum der Bevölkerung gestoppt würde.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wissenschaftler:innen der Initiative "Earth4All" haben eine Prognose abgegeben, wie sich das Bevölkerungswachstum auf der Erde entwickeln könnte.

  • Sie beschreiben hierzu zwei Szenarien.

  • Im ersten würde die Weltbevölkerung im Jahr 2050 einen Höchststand erreichen; im zweiten bereits im Jahr 2040.

Wird das Bevölkerungswachstum demnächst gestoppt? Wissenschaftler:innen glauben, dass dies bereits im Jahr 2040 der Fall sein könnte. Erst im November erreichte die Weltbevölkerung nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) die acht-Milliarden-Marke, schreibt die dpa.

In dem am Montag (27. März) veröffentlichten Arbeitspapier "People and Planet" der Initiative "Earth4All" beschreiben Forscher:innen nun die Entwicklung der Zukunft in zwei Szenarien.

Zwei Szenarien, wie sich die Welt verändert

Im ersten heißt es, dass die Weltbevölkerung im Jahr 2050 einen Höchststand von 8,6 Milliarden Menschen erreichen würde. Im Jahr 2100 würde sie dann wieder auf sieben Milliarden zurückgehen. In diesem Szenario würde sich die Welt wirtschaftlich ähnlich wie in den letzten 50 Jahren entwickeln. Zudem könnten sich viele der ärmsten Länder aus der extremen Armut befreien.

Im zweiten Szenario schätzen die Forscherinnen von "Earth4All", dass die Weltbevölkerung im Jahr 2040 einen Höchststand von 8,5 Milliarden Menschen erreichen würde. Hierzu sei allerdings – laut dem Papier – neben größeren Investitionen in die Bekämpfung von Armut auch ein "Riesensprung bei den Investitionen in wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und Gesundheit" Voraussetzung. Bis zum Ende des Jahrhunderts solle dann wieder die Anzahl der Menschen auf etwa sechs Milliarden schrumpfen – dieser Stand wurde zuletzt im Jahr 2000 gemeldet, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Per Espen Stoknes, Leiter des Earth4All-Projekts, erklärte: "Wir wissen, dass eine rasche wirtschaftliche Entwicklung in Ländern mit niedrigem Einkommen enorme Auswirkungen auf die Fruchtbarkeitsziffern hat. Die Fruchtbarkeitsziffern sinken, wenn Mädchen Zugang zu Bildung erhalten und Frauen wirtschaftlich gestärkt werden und Zugang zu einer besseren Gesundheitsversorgung haben."

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UN rechnet mit 10,4 Milliarden Menschen

In einem Bericht der UN vom Sommer 2022 heißt es, dass ein Höchststand von 10,4 Milliarden Menschen erst im Jahr 2080 erreicht würde.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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