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Temperaturen über 37 Grad

Hitzewelle in den USA: Das steckt hinter dem Wetterphänomen "Hitzedom"

  • Aktualisiert: 14.07.2023
  • 13:24 Uhr
  • Clarissa Yigit
Ein "Hitzedom" über dem Süden der USA solle Temperaturen über 37 Grad bescheren.
Ein "Hitzedom" über dem Süden der USA solle Temperaturen über 37 Grad bescheren.© Foto: Robin Loznak/ZUMA Press Wire/dpa

In den USA breitet sich eine extreme Hitzewelle aus. Expert:innen sprechen dabei von einem "Hitzedom". Bereits in den vergangenen Tagen wurden Höchsttemperaturen von 43 Grad Celsius gemessen.

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In den kommenden Tagen solle sich eine extreme Hitze in den USA ausbreiten. Rund 50 Millionen Menschen im Süden des Landes – von Kalifornien im Südwesten über Texas bis nach Florida im Südosten – seien von dem sogenannten "Hitzedom" betroffen. Dieser habe sich, so der "Spiegel" unter Berufung auf den "Nationalen Wetterdienst" (NWS) über den südwestlichen Bundesstaaten gebildet.

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"Hitzedom"

Bei dem Wetterphänomen "Hitzedom", auch als Wärmekuppel bekannt, werde die Hitze wie unter einer riesigen Kuppel gefangen und könne nicht entweichen, erklärt das "Ärzteblatt".

Kanada und der Westen der USA hatten bereits im Sommer 2021 solch eine Wärmekuppel über sich, die eine Hitzewelle hervorrief. Ohne den vom Menschen verursachten Klimawandel sei diese gar nicht möglich gewesen, beschreibt das "Ärzteblatt" weiter und beruft sich auf eine Untersuchung der Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA).

Nun werden Temperaturen von über 37 Grad Celsius in Teilen von Kalifornien, Arizona, Nevada und New Mexico erwartet. In Teilen des Bezirks Los Angeles solle es noch heißer werden. Dort rechnet der Wetterdienst mit Temperaturen bis zu 44 Grad.

Bis Mittwoch (12. Juli) gebe es zudem im Großraum Miami (US-Bundesstaat Florida) eine Hitzewarnung.

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Länge der Hitzewelle besorgniserregend

Aber nicht nur die hohen Temperaturen, sondern insbesondere die Dauer der Hitzewellen veranlassten Expert:innen zur Sorge. So seien in Phoenix, der Hauptstadt des Bundesstaates Arizona, bereits zehn Tage über 43 Grad Celsius gemessen worden.

Auch seien die Auswirkungen des "Hitzedom" im US-Bundesstaat Texas ebenfalls seit längerem zu spüren. Bereits 13 Menschen seien aufgrund der hohen Temperaturen in diesem Bundesstaat gestorben.

So seien in der texanischen Stadt El Paso an der Grenze zu Mexiko ganze 24 Tage in Folge knapp 38 Grad Celsius erreicht worden – ein neuer Rekord, wie der örtliche Wetterdienste am Sonntag (9. Juli) mitgeteilt habe.

Spitzenreiter ist die texanische Stadt Corpus Christi. Diese meldete zeitweise etwa 52 Grad Celsius "gefühlte Temperatur" (Hitzeindexwert: 125 Grad Fahreinheit) – unter Berücksichtigung der Luftfeuchtigkeit.

Expert:innen warnen

"Die Erde schreit uns gerade an, und die Menschen müssen zuhören", erklärt Bernadette Woods Placky, Chefmeteorologin und Direktorin von Climate Matters, gegenüber CNN. "Es sollte ein Weckruf oder eine Dringlichkeit für die Menschen sein, dass dies einfach nicht normal ist."

Auch der Wetterdienst mahnt für die Wüstenregion Las Vegas: "Streichen Sie Aktivitäten unter freiem Himmel zwischen 10 und 16 Uhr" und macht darauf aufmerksam, dass Hitze das "tödlichste Wetterphänomen" in den Vereinigten Staaten sei.

So würde diese enorme Hitze jede Person betreffen, die nicht über eine wirksame Klimaanlage als auch angemessene Wasserversorgung verfüge. Zudem werde keine oder nur wenig Unterbrechung der extremen Temperaturen in der Nacht erwartet.

So viele rekordverdächtige Tage und Höchstwerte würden die Erde an den Rand des Abgrunds treiben, gibt Woods Placky, zu denken. Global gesehen würde hiermit Neuland betreten. "Das bringt uns in eine völlig neue Klimazone" – die Hitze würde noch stärker werden und dies wirke sich letztendlich auf die menschliche Gesundheit aus.

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