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Ausländische Übernachtungen schwächeln noch

Inlandstourismus-Boom: Immer mehr Deutsche machen Urlaub im eigenen Land

  • Veröffentlicht: 12.07.2023
  • 14:09 Uhr
  • Clarissa Yigit
Im Mai haben erstmals wieder mehr Tourist:innen eine Übernachtung in einem Beherbergungsbetrieb seit Beginn der Corona-Pandemie gebucht.
Im Mai haben erstmals wieder mehr Tourist:innen eine Übernachtung in einem Beherbergungsbetrieb seit Beginn der Corona-Pandemie gebucht. © Foto: Robert Michael/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Laut dem Statistischen Bundesamt liegen im Mai die touristischen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben erstmals wieder über dem Vor-Corona-Niveau.

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Wie aus einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Dienstag (11. Juli) hervorgeht, lagen die Übernachtungszahlen von in- und ausländischen Tourist:innen im Mai erstmals über dem Niveau von vor der Corona-Pandemie.

So habe es 47 Millionen touristische Übernachtungen (plus 5,8 Prozent gegenüber Mai 2019) gegeben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien es sogar 9,2 Prozent mehr Übernachtungen gewesen.

Für die Statistik wurden Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten erfasst.

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Boom bei Inlandstourismus

Insbesondere stiegen die Übernachtungszahlen bei inländischen Tourist:innen. Hier wurde ein Zuwachs von 8,2 Prozent (39,8 Millionen) im Vergleich zum Mai 2019 verzeichnet.

Aus dem Ausland mussten die Beherbergungsbetriebe einen Rückstand von sechs Prozent gegenüber der Vor-Corona-Zeit in Kauf nehmen. Somit hätten lediglich 7,2 Millionen Besucher:innen aus anderen Ländern ein Quartier in Deutschland gebucht. Gegenüber Mai 2022 sei dies dennoch ein Zuwachs von 18,9 Prozent gewesen.

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Corona-Pandemie dämpfte Tourismus

Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen seien im März 2020 die Übernachtungszahlen stark zurückgegangen. Im August 2022 habe die Branche es dann endlich geschafft, das Vorkrisenniveau zu übertreffen, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Nach überstandener Krise stünden nun enorme nötige Investitionen in die touristische Infrastruktur (Schiene, Wasserstraßen sowie Wander- und Radwegen) an, erklärt Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes. Zudem bereite der Branche der andauernde Fachkräftemangel Sorgen.

"Wir sind zuversichtlich, dass sich die Zahl der Übernachtungen auch in den nächsten Monaten dem Vorkrisenniveau annähert", gibt sich Kunz optimistisch. Allerdings bleibe es abzuwarten, inwieweit sich die allgemeinen Preissteigerungen auf das Reiseverhalten auswirken, so Kunz abschließend.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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