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Handball

Journalist tot: Tragödie bei Magdeburgs Champions-League-Triumph

  • Aktualisiert: 19.06.2023
  • 08:30 Uhr
  • Lisa Apfel

Magdeburgs Handballer haben die Champions-League gewonnen. Doch nicht Freude, sondern Trauer überwiegt: Während des Spiels brach ein Journalist zusammen und verstarb kurze Zeit später.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Finale der Handball-Champions-League zwischen dem SC Magdeburg und Industria Kielce ist es zu einer Tragödie gekommen.

  • Ein polnischer Journalist war am Spielfeldrand zusammengebrochen und dann im Krankenhaus verstorben.

  • Beide Teams reagierten betroffen.

Eigentlich sollte der SC Magdeburg seinen Champions-Legaue-Sieg ausgelassen feiern können. Die Handballer gewannen am Sonntag (18. Juni) in Köln gegen den polnischen Verein Industria Kielce. Doch eine Tragödie am Spielfeldrand überschattet nun den Triumph des Teams: Ein polnischer Journalist starb.

12:20 Minuten vor dem Ender der regulären Spielzeit war der Medienvertreter plötzlich auf der Bühne zusammengebrochen, wie die dpa berichtet. Später verstarb er nach Angaben der Turnierorganisatoren im Krankenhaus.

Handball-Föderation und Teams bestürzt

Wegen des medizinischen Notfalls war die Partie für 13 Minuten unterbrochen worden.

Über die genaue Todesursache wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Europäische Handball-Föderation sagte wegen des Vorfalls die Pressekonferenz mit den Trainern beider Teams sowie weitere für den Abend geplante Aktivitäten ab.

"Die EHF trauert um einen Medienkollegen, der während des EHF FINAL4 verstorben ist", hieß es vom Verband in einer ersten Mitteilung. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Familie, seinen Freunden und Verwandten." Auch Kielce veröffentlichte ein bewegendes Statement : "Pawel, wir werden hierher zurückkommen und gewinnen, aber niemand wird uns dich zurückgeben. Unser aufrichtiges Beileid an die Familie. Nichts ist heute wichtiger!"

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Magdeburgs Trainer: "Es tut mir unheimlich leid"

Betroffenheit herrschte auch beim Magdeburger Trainer Bennet Wiegert, der klar gemacht hat, dass er einen Spielabbruch aufgrund des medizinischen Notfalls akzeptiert hätte. Er sei während der 13-minütigen Unterbrechung der Partie zu seinem Trainerkollegen Talant Dujshebaev gegangen und habe ihm angeboten: "Lass‘ uns das Spiel beenden. Wir nehmen das Ergebnis und ihr seid Champions-League-Sieger, denn es gibt wichtigere Dinge im Leben", berichtete Wiegert.

Über den Tod des polnischen Journalisten sagte er: "Man hat wieder gesehen, wie nahe Glück und Trauer beieinanderliegen. Es tut mir unheimlich leid, das ist einfach scheiße."

Zum Zeitpunkt der Unterbrechung lag Magdeburg mit 20:22 im Rückstand, gewann das Finale nach der Fortsetzung aber noch mit 30:29 nach Verlängerung und holte zum zweiten Mal nach 2002 die Königsklassen-Trophäe.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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