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Aktuelle Umfragen

AfD weiter im Höhenflug - Kanzler Scholz rutscht dagegen auf Rekordtief

  • Aktualisiert: 04.08.2023
  • 15:29 Uhr
  • Joachim Vonderthann

Die rechte AfD bleibt im Umfragehoch. Mit der Ampel dagegen sind nur noch wenige zufrieden. Kanzler Scholz sinkt sogar auf ein neues Rekordtief.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die AfD erreicht im neuen ARD-"Deutschlandtrend" ihren bisher höchsten Umfragewert.

  • Mit der Arbeit der Ampel-Regierung sind nur noch 21 Prozent der Bürger:innen zufrieden.

  • Kanzler Scholz fällt auf den niedrigsten Zustimmungswert seit seinem Amtsantritt.

Die rechte AfD kommt weiter auf hohe Zustimmungswerte. Im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" vom Donnerstagabend (3. August) erreicht die Partei 21 Prozent. Damit übertrifft sie ihren bisherigen Höchstwert aus dem Juli noch einmal um einen Prozentpunkt. Die Union aus CDU und CSU bliebe stärkste Kraft mit 27 Prozent (-1).

Die Ampelparteien hätten weiterhin keine Mehrheit mehr, wäre am kommenden Sonntag Bundeswahl. Die SPD käme auf 17 Prozent (-1), die Grünen auf 15 Prozent (+1) und die FDP würde unverändert 7 Prozent erreichen.  

Kanzler Scholz rutscht auf Rekordtief 

Auch die Zustimmung für Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erreicht im "Deutschlandtrend" einen neuen Tiefpunkt. 31 Prozent bedeuten den schlechtesten Wert seit dem Amtsantritt des SPD-Politikers.

Eine künftige Regierungsbeteiligung der AfD lehnen die Bundesbürger:innen einer anderen Umfrage zufolge mehrheitlich weiter ab. Die Offenheit dafür, dass andere Parteien je nach Fall eine Zusammenarbeit mit der rechten Partei erwägen, wächst aber, wie eine am Freitag (4. August) veröffentlichte Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Yougov zeigt. 41 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass die Parteien die Zusammenarbeit mit der AfD vollständig ausschließen sollten - Mitte Juli waren es 47 Prozent. 35 Prozent sprachen sich dafür aus, dass über eine Zusammenarbeit im Einzelfall entschieden werden sollte. In der Umfrage zuvor lag dieser Wert bei 27 Prozent.

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Merz versichert Unvereinbarkeitsbeschluss 

Die vergleichbare Umfrage hatte Yougov nach eigenen Angaben vor der Debatte über die umstrittenen Äußerungen von CDU-Chef Friedrich Merz im ZDF-Sommerinterview vor knapp zwei Wochen durchgeführt. Merz hatte darin mit Blick auf die Wahlerfolge der AfD gesagt: "Das haben wir doch zu akzeptieren. Und natürlich muss in den Kommunalparlamenten dann auch nach Wegen gesucht werden, wie man gemeinsam die Stadt, das Land, den Landkreis gestaltet."

Nach heftiger Kritik auch aus eigenen Reihen hatte Merz versichert, dass der Unvereinbarkeitsbeschluss seiner Partei gelte. In einem Parteitagsbeschluss von 2018 heißt es: "Die CDU Deutschlands lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab."

Die AfD wird vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft und beobachtet. Im Juni hatte die Partei im thüringischen Landkreis Sonneberg ihre erste Landratswahl gewonnen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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