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Schulterschluss der Populisten

"Kein einziger Cent" für Kiew: Orbán verrät Trumps Ukraine-Pläne

  • Veröffentlicht: 12.03.2024
  • 16:48 Uhr
  • Emre Bölükbasi

Für den ungarischen Regierungschef Orbán ist US-Präsidentschaftskandidat Trump ein "Präsident des Friedens", der Republikaner wiederum sieht in dem Ministerpräsidenten den "besten Führer". Unter anderem ihre Einstellung zum Ukraine-Krieg verbinde sie, wie Orbán bekräftigt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Am Freitag (8. März) waren Ex-US-Präsident Trump und Ungarns Regierungschef Orbán zu einem Treffen in Florida zusammengekommen.

  • Nach dem Treffen verriet der ungarische Ministerpräsident, wie Trump den Ukraine-Krieg beenden wolle.

  • Orbán bezeichnete Trump zudem als "Präsidenten des Friedens", da während seiner Amtszeit unter anderem in der Ukraine Frieden geherrscht habe.

Es war ein Schulterschluss zweier Gleichgesinnter in den USA: Nach ihrem Treffen inmitten des US-Wahlkampfs haben der Republikaner Donald Trump und Ungarns Regierungschef Viktor Orbán einander in den höchsten Tönen gelobt. "Die Welt wäre besser und für Ungarn wäre es besser, wenn Herr Präsident Donald Trump (an die Macht) zurückkehren würde", sagte Orbán am Sonntag (10. März) in einer Videobotschaft auf Facebook. Der Ministerpräsident würdigte dabei unter anderem Trumps Pläne bezüglich des Ukraine-Kriegs.

Sowohl im Nahen Osten als auch in der Ukraine habe während Trumps erster Amtszeit Frieden geherrscht, behauptete Orbán. Der 77-Jährige sei deshalb ein "Präsident des Friedens". Der Ex-US-Präsident habe "ziemlich detaillierte Pläne", um dem Krieg in der Ukraine ein Ende zu setzen. So werde der Republikaner "keinen einzigen Cent" für Ukraine-Hilfen ausgeben, teilte Orbán laut der "Berliner Zeitung" gegenüber dem ungarischen Fernsehsender M1 mit. Auf diese Weise werde der Krieg angeblich von selbst enden.

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"Die Ukraine kann nicht auf eigenen Füßen stehen. Wenn die Amerikaner nicht gemeinsam mit den Europäern Geld und Waffen geben, dann wird der Krieg enden", bekräftigte der ungarische Rechtspopulist. "Und wenn die Amerikaner kein Geld geben, dann sind wir Europäer selbst nicht in der Lage, diesen Krieg zu finanzieren. Und dann wird der Krieg enden."

Trump und Orbán hatten sich am Freitag (8. März) in Trumps Residenz Mar-a-Lago in Palm Beach getroffen. Bei dem Treffen in Florida hatte Ex-US-Präsident Trump den ungarischen Regierungschef als den "besten Führer" gelobt. "Es gibt niemanden, der besser, klüger oder ein besserer Führer ist als Viktor Orbán - er ist fantastisch", sagte Trump auf der Bühne eines Clubs im Palm Beach.

Im Video: Orbán lobt Trump als "Präsident des Friedens"

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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