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Ganze Straßenzüge betroffen

Klimawandel reißt an Englands Küste immer mehr Häuser in den Abgrund

  • Veröffentlicht: 11.12.2023
  • 14:09 Uhr
  • Clarissa Yigit
In England werden immer mehr Häuser an den Küsten aufgrund von Erosion fortgespült, wie hier an der Küstenstraße The Marrams in Hemsby.
In England werden immer mehr Häuser an den Küsten aufgrund von Erosion fortgespült, wie hier an der Küstenstraße The Marrams in Hemsby.© Thomson Reuters Foundation/Rachel Parsons

Im Vereinigten Königreich verschwinden aufgrund von Erosion immer mehr Küstenstreifen. Der Klimawandel beschleunigt diesen Verlauf noch. Andere Regionen Europas müssen sich ebenfalls um ihre Küsten sorgen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Großbritannien werden immer mehr Häuser entlang der Ostküste vom Meer verschlungen. 

  • Dies geschieht aufgrund von Küstenerosion.

  • Der Klimawandel verstärkt die Erosion noch.

Gemeinden in Großbritannien, aber auch ganz Europa, kämpfen um ihre Küsten. Aufgrund von Erosion - bedingt durch den Klimawandel - werden an der englischen Ostküste immer mehr Häuser fortgespült.

Insbesondere die Region East Anglia leidet unter den Folgen, berichtet "Euronews". So trägt die Kraft des Meeres immer mehr Küstenflächen in einem immer schnelleren Tempo ab.

Im Video: Experten sagen Horrorszenario voraus - Sylt könnte untergehen

So kommt es zu den Küstenerosionen

Die sandigen Klippen entlang des betroffenen Küstenabschnitts würden von zunehmenden Sturmfluten geradezu verwüstet und die immer unberechenbareren Wetterlagen verstärken dabei noch den Effekt.

So seien die Landstriche bereits meterweise ins Meer gestürzt. Zudem berichten Anwohner:innen, dass "die Küstenerosion immer schneller Realität wird", so "Euronews".

"Mit der Zeit werden diese Stürme größere Auswirkungen haben und extremer sein, entsprechend den Veränderungen, die wir durch den Klimawandel erwarten (…)", zitiert "Euronews" Sophie Day, Expertin für Küstenerosion der Universität von East Anglia.

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Wechselnde Strömungen und Gezeiten hätten zudem Häfen abgeschottet. Unter anderem den einst wichtigen Knotenpunkt für den Handel mit Nordeuropa und der Ostsee, den Hafen von Brancaster, ergänzt "East Anglia Bylines".

So seien im Laufe der Jahrhunderte bereits ganze Dörfer wie Shipden (bei Cromer) in der Nordsee verschwunden, schreibt "East Anglia Bylines" weiter. Auch die einstige Hauptstadt des dänischen Königreichs East Anglia, Dunwich in Suffolk, sei weitestgehend versunken.

Im Video: Düstere Prognose für Insel Usedom

Düstere Zukunft durch Klimakrise

Prognosen zufolge soll der Meeresspiegel um bis zu einem Meter ansteigen - und zwar bis Ende des Jahrhunderts, beschreibt "East Anglia Bylines". Somit könnte das Meer, sofern keine umfangreichen Küstenschutzmaßnahmen getroffen werden, bis an die Außenbezirke von Cambridge und Peterborough heranreichen und weite Teile von Ost-Norfolk, Suffolk und Essex überfluten.

Allerdings könnten stärkere Küstenschutzanlagen wiederum die "Überschwemmungen in die Themsemündung, über die Themsebarriere und nach London treiben", prognostiziert "East Anglia Bylines" ein weiteres mögliches Szenario.

Hinzu kommt, dass immer heftigere Regenfälle die Flüsse zusätzlich belasten und über die Ufer treten lassen.

Und nicht nur England muss um seine Küstenregionen bangen, sondern Küstengemeinden in ganz Europa, da der Klimawandel die Erosion beschleunigt.

  • Verwendete Quellen:
  • East Anglia Bylines: "East Anglia: where the sea eats the land"
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