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Ukraine-Krieg

Laut Bericht: Russische Armee erleidet höchste Verluste seit Kriegsbeginn

  • Aktualisiert: 12.02.2023
  • 15:17 Uhr
  • Max Strumberger

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland erleidet britischen Angaben zufolge aktuell hohe Verluste.

  • So hohe Verluste wie seit letztem Februar nicht mehr berichtet das britische Verteidigungsministerium

  • Nichtsdestotrotz setzen die russischen Streitkräfte ihre Offensive unvermittelt fort.

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Aktuell zählt Russland in der Ukraine täglich 824 Tote oder Verletzte. So hoch waren die russischen Verluste zuletzt unmittelbar nach dem Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022.

Russland verliert in der Ukraine nach britischen Angaben so viele Soldaten wie seit den Anfangstagen des Angriffskriegs nicht mehr. "In den vergangenen zwei Wochen hat Russland wahrscheinlich die höchste Verlustrate seit der ersten Woche des Einmarsches in die Ukraine erlitten", erklärte das britische Verteidigungsministerium am Sonntag unter Berufung auf Statistiken des ukrainischen Generalstabs. London könne die Methodologie bei der Erhebung der Zahlen nicht im Detail prüfen, gehe aber davon aus, dass der "von den Daten illustrierte Trend wohl zutreffend ist".

Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage habe es den Daten zufolge 824 russische Tote oder Verletzte täglich gegeben, was mehr als dem Vierfachen des Wertes der Monate Juni und Juli entspreche. Diese Zunahme hänge wahrscheinlich mit mehreren Faktoren zusammen, darunter der Mangel an gut ausgebildetem Personal, Koordination und Ressourcen an der Front, wie es sich zum Beispiel in Bachmut zeige. Aber auch die Ukraine erleide weiter große Verluste, schrieben die Briten.

Putin braucht Erfolge

Nichtsdestotrotz setzen die russischen Streitkräfte ihre Offensive unvermittelt fort. Einerseits, um westlichen Panzerlieferungen zuvorzukommen. Anderseits wollen Putins Truppen die frostigen Wetterbedingungen jetzt nutzen.

Denn im Frühjahr könnten Angriffe ins Stocken geraten, wenn im Zuge des feuchten Frühlingswetters und matschigen Verhältnissen ein Vorankommen schwieriger wird. Außerdem braucht Russland, das in den letzten Monaten seit dem Ausbruch des Krieges zahlreiche Rückschläge erlitten hat, vorzeigbare Ergebnisse – koste es was es wolle.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast einem Jahr unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Updates zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • GeneralStaff.ua
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