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Ukraine-krieg

Laut Geheimdienst: Ukraine plant Gegenoffensive im Frühjahr

  • Aktualisiert: 26.02.2023
  • 08:47 Uhr
  • Max Strumberger

Die Ukraine will das gesamte Staatsgebiet von russischen Besatzern befreien. Dieses Ziel will Kiew mit einer groß angelegten Gegenoffensive erreichen, die bereits im Frühjahr beginnen kann.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der ukrainische Geheimdienst hat eine Gegenoffensive in Aussicht gestellt.

  • Bereits im Frühjahr könne sie erfolgen.

  • Das hängt aber in erster Linie davon ab, ob genügend westliche Waffen einsatzbereit sind.

Der Vize-Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Wadym Skibizkyj, rechnet mit einer Gegenoffensive seiner Armee gegen die russischen Besatzer in diesem Frühling. "Ich denke, im Frühjahr sind wir bereit für eine Gegenoffensive", sagte Skibizkyj den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag/Print Montag). Der genaue Zeitpunkt hänge aber von mehreren Faktoren ab - etwa von der Lieferung westlicher Waffen, die für das angegriffene Land sehr wichtig sind.

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Skibizkyj betonte, das Ziel der Ukraine sei die Befreiung ihres gesamten Staatsgebiets - inklusive der bereits 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim. "Wir hören erst dann auf, wenn wir unser Land in den Grenzen von 1991 zurückhaben. Das ist unsere Botschaft an Russland und an die internationale Gemeinschaft."

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Ukraine will Keil in russische Stellungen treiben

Er sagte demnach zudem: "Es ist eines unserer strategischen militärischen Ziele, dass wir versuchen, einen Keil in die russische Front im Süden zu treiben – zwischen der Krim und dem russischen Festland." Der Geheimdienstler schloss auch Schläge gegen Waffenlager in russischen grenznahen Gebieten nicht aus: "Es ist möglich, dass wir auch Waffendepots oder Militärgerät auf russischem Territorium zerstören, etwa rund um die Stadt Belgorod. Von dort werden Angriffe auf die Ukraine gestartet. Das ist etwa eine Bedrohung für Charkiw."

Russland führt seit dem 24. Februar 2022 offen Krieg gegen das Nachbarland Ukraine. In den Kämpfen sind seitdem mindestens 8000 Zivilisten getötet und mehr als 13.000 verletzt worden. Insgesamt halten russische Truppen derzeit rund 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets besetzt.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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