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Unionschef im Gespräch mit :newstime

Exklusiv: Merz bezeichnet TV-Duell als "richtig" - Voigt "hat das sehr gut gemacht"

  • Veröffentlicht: 12.04.2024
  • 16:13 Uhr
  • Lena Glöckner

Vor dem TV-Duell zwischen Thüringens CDU-Chef Mario Voigt und seinem AfD-Kontrahenten Björn Höcke gab es viel Kritik. Im exklusiven :newstime-Interview nennt CDU-Chef Merz den Auftritt richtig und sieht sich im Nachhinein bestätigt.

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Inhalt

  • Merz fordert Ampel zu Auseinandersetzung mit AfD auf
  • Merz: Dürfen bei China nicht den Russland-Fehler wiederholen

CDU-Chef Friedrich Merz hat Thüringens CDU-Landeschef Mario Voigt für seinen Auftritt im Fernsehduell mit dem AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke gelobt. Voigt habe das "sehr, sehr gut gemacht" und klargestellt, wo die Gefährdung für Demokratie und Volkswirtschaft liege, wenn Höcke und andere in Deutschland noch mehr politischen Einfluss bekämen, sagte Merz am Freitag (12. April) bei :newstime.

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Merz fordert Ampel zu Auseinandersetzung mit AfD auf

"Es war richtig. Ich habe von Anfang an gesagt, es ist richtig, sich jetzt auch inhaltlich mit der AfD sehr viel stärker auseinanderzusetzen, als wir das bisher getan haben." Höcke habe entlarvt, was die AfD wolle. Mit der Bundesrepublik habe das nichts mehr zu tun. "Das geht gegen unsere Demokratie, das geht gegen die marktwirtschaftliche Ordnung unseres Landes. Das geht gegen die Mitgliedschaft in der NATO und vor allen Dingen die Mitgliedschaft in der Europäischen Union", sagte Merz. Die Unterschiede seien sehr deutlich geworden.

Der CDU-Chef forderte SPD, Grüne und FDP dazu auf, ebenso die direkte Auseinandersetzung mit der AfD zu suchen. "Diese Partei darf in Deutschland nicht noch mehr Einfluss bekommen. Wir gehen da voran, aber ich fordere andere auf, uns da zu folgen."

Merz: Dürfen bei China nicht den Russland-Fehler wiederholen

Vor der anstehenden China-Reise des Bundeskanzlers hob Merz im Gespräch mit :newstime noch einmal die unterschiedlichen Positionen innerhalb der Ampel-Regierung in Bezug auf das künftige Umgehen mit der Volksrepublik hervor: "Der Bundeskanzler reist mit einem vielstimmigen Chor von unterschiedlichen Meinungen seiner eigenen Koalition nach China." Man solle sich nicht loslösen von China, aber dennoch die Risiken verkleinern.

Im Video: Scholz reist nach China - das erwartet Merz vom Bundeskanzler

China sei seit 2001 Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO), hob Friedrich Merz hervor, halte sich aber nicht an die Regeln. "Und das muss der Bundeskanzler sehr klar und deutlich zum Ausdruck bringen." Darauf angesprochen, ob Risiken abbauen im Zweifel auch Wirtschaftsbeziehungen minimieren bedeute, entgegnete Merz: "Zumindest Risiken eingrenzen."

Es müssten Risiken verkleinert werden, aber keine Beziehungen abgebrochen. "China ist ein wichtiger Wirtschaftspartner für die deutsche Industrie. Das soll auch so bleiben", so der Unionschef. Allerdings dürfe man nicht den Fehler wiederholen, den Deutschland mit Russland gemacht habe. "Wir dürfen uns von China nicht zu abhängig machen."

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