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Spanischer Profifußballverband

Nach Kuss-Skandal: Spanischer Fußballverband gründet Kommission gegen Belästigung

  • Veröffentlicht: 24.10.2023
  • 15:15 Uhr
  • Carolin Ritter

Nach dem weitreichenden Skandal um den ungefragten Kuss von Luis Rubiales an die spanische Nationalspielerin Jennifer Hermoso hat sich der nationale Fußballverband RFEF nun um weitreichende Reformen im Frauenfußball bemüht. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der spanische Fußballverband RFEF gründet gemeinsam mit den spanischen Profi-Fußballerinnen und der obersten Sportbehörde CSC eine Kommission.

  • Das Ziel sind Maßnahmen im Kampf gegen sexuelle Gewalt und Belästigung gegen Frauen.

  • Auslöser war der Kuss-Skandal um Luis Rubiales und Profi-Fußballerin Jennifer Hermosa im August bei der FIFA-Weltmeisterschaft in Sydney.

Nach dem Kussskandal um Luis Rubiales und Profi-Fußballerin Jennifer Hermoso will der spanische Fußballverband RFEF nun tiefgreifende Reformen im Frauenfußball erlassen. Wie die dpa unter Berufung auf den Verband am 23. Oktober berichtete, sollen nun gemeinsam mit den spanischen Profi-Fußballerinnen und der obersten Sportbehörde CSC gezielte Maßnahmen im Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen ergriffen werden.

Nach FIFA-Kuss-Skandal: Einigung über Bildung von Kommission

Hintergrund war ein der Weltmeisterin Jennifer Hermoso aufgezwungener Kuss durch den inzwischen zurückgetretenen RFEF-Präsidenten Luis Rubiales bei der Siegerehrung der Weltmeisterinnen im August in Sydney. Als Reaktion darauf drohten die Nationalspielerinnen mit einem Streik. Ende September konnte dieser jedoch durch die Einigung über eine entsprechende Kommission und anschließende Reformschritte verhindert werden.

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Luis Rubiales kurz vor dem Prozess gegen ihn in Madrid.
Luis Rubiales kurz vor dem Prozess gegen ihn in Madrid.© IMAGO/AFLOSPORT

RFEF-Präsident Roche: "Es ist ein sehr wichtiger Tag für uns alle"

"Es ist ein sehr wichtiger Tag für uns alle. Wir haben dieser Mannschaft zugehört und versuchen, alle Probleme zu lösen", äußerte sich der RFEF-Präsident Pedro Rocha positiv zu der Gründung. So sollen Mechanismen zur Prävention sexueller Gewalt gegenüber Frauen in den Vordergrund treten.

Weitere Ziele der Vereinbarung seien außerdem Maßnahmen zur Professionalisierung des Frauenfußballs und ein faires Vergütungssystem in allen Sportkategorien, schrieb die Zeitung "El País" weiter. Die teilnehmenden Parteien verpflichteten sich überdies, konkrete Maßnahmen zum Schutz junger Mütter zu erlassen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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