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Putin überwachte Vorgang

Nach Verbotsvertrag-Ausstieg: Russland testet "massiven atomaren Gegenangriff"

  • Veröffentlicht: 26.10.2023
  • 12:17 Uhr
  • Lena Glöckner
Russland hat ballistische Raketen getestet.
Russland hat ballistische Raketen getestet.© Sergei Guneyev/Sputnik Kremlin Pool via AP/dpa

Moskau hat ein Militärmanöver mit ballistischen Raketen durchgeführt, bei dem ein "massiver atomarer" Gegenangriff trainiert werden sollte. Bewacht wurde der Vorgang durch Kremlchef Putin.

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Russland hat nach Kremlangaben bei einer Übung seiner Nuklearstreitkräfte zwei Interkontinentalraketen und mehrere Marschflugkörper abgefeuert. Das Atom-U-Boot "Tula" habe aus der nördlichen Barentssee eine Interkontinentalrakete vom Typ Sinewa (NATO-Bezeichnung SS-N-23A Skiff) gestartet, teilte der Kreml am Mittwoch (25. Oktober) in Moskau mit. Bei solchen Übungen sind die Raketen jedoch nicht mit Atomsprengköpfen bestückt.

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Die Übung fand demnach unter Leitung des Oberkommandierenden, also Präsident Wladimir Putin, statt. Wie die Nachrichtenagentur Ria Nowosti formulierte, ließ sich Putin von Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow berichten. Schoigu sagte, mit dem Manöver sei ein "massiver atomarer Schlag der strategischen Offensivkräfte als Antwort auf einen feindlichen Atomangriff" trainiert worden.

Auch Vergrößerung der Armee angekündigt

Auf dem nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk habe zudem eine mobile Abschussrampe Jars eine Rakete zur fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka geschossen. Die Marschflugkörper seien von strategischen Langstreckenbombern des Typs Tupolew Tu-95MS aus gestartet worden. Alle gestellten Aufgaben seien erfüllt worden, hieß es.

Unterdessen kündigte der russische Sicherheitsrat eine Vergrößerung der russischen Armee an. Anlass seien der Krieg gegen die Ukraine und die Erweiterung des militärischen Potenzials der NATO. Das sagte Ex-Präsident Dmitri Medwedew, jetzt Vizesekretär des Sicherheitsrates, nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.

Seinen Angaben nach sollen außerdem 2024 ein neues Armeekorps, 7 Divisionen, 19 Brigaden, 49 Regimenter und eine Marineflottille aufgestellt werden. Zahlen zur Personalstärke nannte er nicht. Russland will seine Streitkräfte von derzeit etwa einer Million Soldaten über die kommenden Jahre auf 1,5 Millionen Mann aufstocken. Die neuen Soldaten sollten vor allem durch Zeitverträge gewonnen werden, sagte Medwedew. Er sei von Putin beauftragt worden, dies zu koordinieren.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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