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Radikaler Kurswechsel

Neue Protestwelle? Das plant die Letzte Generation jetzt statt Klebeaktionen

  • Veröffentlicht: 31.01.2024
  • 15:27 Uhr
  • Emre Bölükbasi

Sie wollen nicht mehr kleben, sondern "ungehorsam" sein. Was genau die Letzte Generation damit meinte, blieb bislang unklar. Die Pressesprecherin verriet nun erste Details zu den konkreten Vorhaben der Gruppe.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Klebeaktionen der Letzten Generation soll es nicht mehr geben. Was hat die Gruppierung stattdessen vor?

  • Die Sprecherin der Gruppe gab jetzt erste Details bekannt.

  • Besonders Politiker:innen stehen demnach nun im Visier der Aktivist:innen.

"Ungehorsame Versammlungen im ganzen Land": So umreißen die Klimaaktivist:innen der Letzten Generation in einer Mitteilung vom Montag (29. Januar) grob ihre neuen Protestpläne. Die vielfach kritisierten Klebeaktionen sollen vorerst Geschichte sein - doch was genau kommt stattdessen? Bislang gab es keine konkrete Antwort, jetzt verriet aber die Pressesprecherin Marion Fabian nähere Details zu den ab März geplanten Aktionen.

Unangemeldete Proteste kommen

"Der zivile Ungehorsam besteht darin, dass wir große Versammlungen organisieren werden, die nicht angemeldet sind, obwohl wir das müssten", führte sie am Mittwoch (31. Januar) gegenüber "Focus Online" aus. Auf der Agenda der Klimaaktivist:innen stünden große Versammlungen auf Plätzen oder Gehwegen. Auch unangemeldete Protestmärsche auf Straßen seien möglich. "Eine genaue Strategie, was wie gemacht werden soll, wird gerade ausgearbeitet", fügte sie aber hinzu.

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Die Gruppe wolle grundsätzlich mit Hilfe ihrer Aktionen mehr Menschen für den Klimaprotest mobilisieren. "Der Schwerpunkt wird jedenfalls darauf ausgelegt werden, neue Unterstützer für die Kritik an der Klimapolitik der Regierung zu gewinnen", sagte Fabian. Die Klebeaktionen der Aktivist:innen auf Straßen führten bislang zu zahlreichen Konfrontationen mit Autofahrer:innen - damit soll jetzt Schluss sein. Nun wolle die Letzte Generation stattdessen bei Wahlkampfterminen von Politiker:innen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen auf "Konfrontation" gehen.

Neue Strategie für 2024: Keine Klebeaktionen mehr

Die Letzte Generation hatte in einer Online-Mitteilung ihre neuen Protestpläne für das laufende Jahr 2024 vorgelegt. Die bisherigen Klebeaktionen soll es nicht mehr geben. "Von nun an werden wir in anderer Form protestieren - unignorierbar wird es aber bleiben", schreiben die Aktivist:innen bezüglich ihrer neuen Strategie.

"Statt uns in Kleingruppen aufzuteilen und Straßenblockaden zu machen, werden wir gemeinsam mit vielen Menschen ungehorsame Versammlungen machen. Und zwar da, wo wir nicht ignoriert werden können", unterstrichen sie dabei. "Somit beginnt eine neue Ära unseres friedlichen, zivilen Widerstandes - das Kapitel des Klebens und der Straßenblockaden endet damit."

Im Video: Letzte Generation mit Strategieänderung - Wird der Protest dadurch wirksamer?

  • Verwendete Quellen:
  • Letzte Generation: Strategie für 2024
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